Hagel weiter Thema

Viele Schäden an Allentsteigs Dächern sind noch offen. Wo wird heuer noch gearbeitet und wo wird winterfest gemacht?

Sebastian Dangl Erstellt am 07. Oktober 2021 | 06:14
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Das Hagelunwetter am Abend des 24. Juni richtete an rund 400 Häusern in Allentsteig enorme Schäden an. Bis heute sind noch nicht alle betroffenen Dächer gedeckt.
Foto: Archiv

Die Hagelschäden vom Juni beschäftigen die Stadtgemeinde weiterhin. Viele der entstandenen Schäden sind noch längst nicht behoben, Dächer mit Planen abgedeckt. Manche Gebäude werden wohl auch so überwintern müssen, wie ÖVP-Bürgermeister Jürgen Koppensteiner in der jüngsten Allentsteiger Gemeinderatssitzung verkündete.

„Rund 30 Objekte befinden sich in Gemeindebesitz, von denen offen und ehrlich keines verschont geblieben ist“, berichtete er. Die Firmen Eschelmüller aus Litschau und Resch aus Zeiselmauer sollen sich jetzt der Sache annehmen. Dabei soll auch gleich die vorhandene Eternitschalung gegen ein hochwertigeres Holzunterdach mit Prefa-Eindeckung getauscht werden. Noch heuer geplant sind diese Arbeiten an den Wohnobjekten in Bahnhof- und Spitalstraße sowie an der Leichenhalle und dem Seerestaurant. Bei anderen Gebäuden bliebe keine andere Wahl, als sie mit Planen winterfest zu machen. „Ich freue mich über jedes Dach, das heuer noch gemacht wird. Es kann sein, dass die Firmen bis Dezember arbeiten können. Genauso gut können wir aber auch schon einen Wintereinbruch Anfang November erleben“, befürchtet Koppensteiner.

Da aufgrund des Tausches des Dachmaterials Mehrkosten entstehen, legte die Gemeinde ein Sonderbudget von 50.000 Euro fest.

FPÖ: Mieterin bei Erlässen vergessen

Im Zuge der Hagelschäden wurde auch über den Mieterlass mehrerer Wohnungen diskutiert, die seither unbewohnbar sind. Die betroffenen Mieter in der See- und Hauptstraße müssen bis zur Wiederbewohnbarkeit zusätzlich keine Verwaltungs- und Betriebskosten zahlen. Eine Diskussion im Gemeinderat entstand, als FPÖ-Stadtrat Alois Kainz eine Mieterin einbrachte, die dem Anschein nach vergessen wurde.

Er kritisierte, dass nicht reagiert wurde, obwohl die Mieterin die Gemeinde bereits längst verständigt hätte. Bürgermeister Koppensteiner meinte daraufhin, dass die Lage schwer zu beurteilen sei, wäre doch seines Wissens nichts Derartiges bei ihm angekommen. „Wenn man nichts weiß, kann man auch nichts machen. Du kannst dich aber gerne der Sache annehmen“, meinte Koppensteiner zu Kainz. Der Freiheitliche konterte: „Ich habe darauf hingewiesen, wo die Probleme sind. Anscheinend wurden diese bis jetzt nicht erkannt. Wenn eure Fraktion das belächelt, habt ihr einen anderen Zugang zu der Sache als ich.“

Beim abschließenden Beschluss wurde auch die „vergessene“ Mieterin hinzugefügt. Nach dieser Einigung wurde der Beschluss einstimmig angenommen.