Wenn Hunde Leben retten. Die Hundewasserrettung zeigt aktuell in Allentsteig ihr Können: Hunde ziehen leblose Personen an Land, ohne dass eine Bisswunde zurückbleibt.

Von Angelika Koll. Erstellt am 14. August 2019 (03:40)
Angelika Koll
Reinhard und Patrik Tauber von der Wasserrettung Allentsteig sitzen sprichwörtlich im selben Boot mit Renate Rosenberger und Werner Szanya von der ÖHWR.

Das Trainingscamp der Österreichischen Hundewasserrettung (ÖHWR) findet erstmals am Stadtsee Allentsteig statt. Der Ausbildungsbetrieb startete am 4. August und noch bis Donnerstag trainieren hier die Hunde mit ihren Besitzern. Zum Abschluss werden sie Leistungsprüfungen ablegen.

Um zu zeigen, wie mit den Hunden trainiert wird, gab es am 10. August eine Vorführung beim Beachvolleyballplatz. Gezeigt wurde unter anderem, wie die Hunde Boote mithilfe eines Seils an Land ziehen.

Sogar leblose Personen können von den Rettungshunden ans Ufer gebracht werden. Die ausgebildeten Tiere nehmen die Hand ins Maul und ziehen die Verunglückten an Land, ohne dass eine Bisswunde zurückbleibt.

Die ÖHWR stammt grundlegend aus dem Weinviertel und ist eine anerkannte Blaulichtorganisation. Dass das Trainingscamp nun in Allentsteig stattfindet, ist Zufall. Zuvor war die ÖHWR in Langau. „Im Jänner war es fix, dass es dort nicht mehr geht, also habe ich über Google Maps im Waldviertel herumgesucht und gesehen, dass da ein See ist“, erklärt Alfred Knöttner.

Hunde spüren früh, wenn Gefahr droht

Reinhard Tauber von der Wasserrettung Allentsteig ist froh über diese Gelegenheit sich kennenzulernen. „Wir wollen in Zukunft näher zusammenarbeiten“, meint er.

Ein Hund hat bei der Wasserrettung gewisse Vorteile. Er spürt früher, wenn jemand in Gefahr geraten könnte und vor allem ist er kälteunempfindlich und kann so bei jedem Wetter sofort ins Wasser.

In Allentsteig fühlt sich die ÖHWR sehr wohl, denn beim Beachvolleyballplatz kann sie ungestört trainieren. Man darf sich also auf eine Wiederholung im nächsten Jahr freuen.