Einbruchshelfer muss halbes Jahr einsitzen. Zwei geplünderte Safes aus Altweitra und Jagenbach brachten Einbrecher an die 130.000 Euro Bargeld ein. Aufpasser bekam 20.000 Euro.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 26. Oktober 2020 (08:27)
Das Gericht wies den Angeklagten in eine Anstalt ein
APA (Symbolbild)

„Ich bin zum Arbeiten nach Österreich gekommen. Aber dann kam Corona und ich habe keinen Job gefunden. Da hat mich ein Landsmann, genannt Konstantin, überredet, ihm bei Einbrüchen zu helfen“, erklärte ein 26-jähriger Moldawier vor Gericht. Er habe sich in einer Notsituation befunden, beteuerte er, und gestand ein, letztlich zugestimmt zu haben, dem Landsmann (gesondert verfolgt) bei den Einbruchstouren im Waldviertel zu unterstützen. Er habe aber immer nur Aufpasserdienste geleistet und sei nie in die vom „Chef“ auserwählten Einbruchsobjekte eingedrungen, beteuerte er.

„Und als Helfer gut abkassiert mit 20.000 Euro“, kommentierte der Staatsanwalt und sprach die reiche Ausbeute an: Allein in einer Nacht habe das Duo neben gestohlenem Werkzeug aus zwei Garagen, bei einem Einbruch in eine Firma in Jagenbach 116.000 Euro Bargeld aus einem geplünderten Safe erbeutet.

Nach den erfolgreichen Coups in Jagendbach zog das Duo weiter in den Bezirk Gmünd und schlug bei zwei Unternehmen, in Engelstein und Altweitra, zu. Bei der Firma in Altweitra wurde der Tresor mit 11.500 Euro Bargeld aus der Verankerung gerissen und abtransportiert.

Für den bislang unbescholtenen Einbruchshelfer setzte es eine teilbedingte Freiheitsstrafe: 18 Monate, davon muss er sechs Monate hinter Gittern absitzen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig- der Ankläger überlegt noch, ob die Strafe ausreichend ist.