Andrea Wiesmüller wird Zwettler Vizebürgermeisterin. Darüber spekuliert wurde bereits im Vorfeld, jetzt ist es fix: Johannes Prinz wird für die kommende Gemeinderatsperiode nicht mehr das Amt des Vizebürgermeisters bekleiden. Ihm soll die aktuelle Stadträtin Andrea Wiesmüller nachfolgen.

Von Markus Füxl. Erstellt am 21. Februar 2020 (13:07)
Die Zwettler ÖVP präsentierte ihr Team für den Gemeindevorstand. Andrea Wiesmüller (3. von links) wird neue Vizebürgermeisterin, Franz Mold (5. von links) bleibt Bürgermeister. Mit im Bild die ÖVP-Stadträte Josef Zlabinger, Gerald Gaishofer, Gerald Knödlstorfer, Erich Stern, Anne Blauensteiner, Johannes Prinz, Manfred Weissinger und Josef Grünstäudl.
Markus Füxl

Die Personalentscheidung gab ÖVP-Bürgermeister Franz Mold bei einer Pressekonferenz am 21. Februar bekannt. In Zukunft wird die ÖVP neun von insgesamt zehn Stadträten stellen. "Unser Team ist ein klares Zeichen an die Frauen. Gemeinsam mit Vize Andrea Wiesmüller wird Anne Blauensteiner als zweite weibliche Stadträtin im Gemeinderat vertreten sein", sagte Mold. Warum Wiesmüller statt Prinz als Vizebürgermeister in Zwettl tätig sein wird? "Es ist die Kompetenz, die sie mitbringt und ein besonderes Vertrauensverhältnis. Außerdem war auch die breite Zustimmung, die Andrea Wiesmüller bei der Wahl erhalten hat, ein wesentliches Kriterium", erklärte Mold.

Andrea Wiesmüller ist seit 2000 im Gemeinderat vertreten und wurde 2002 Stadträtin. Sie soll in Zukunft die Ressorts Allgemeine Verwaltung, Kunst und Kultur, Museen und Archive, Stadtentwicklung sowie Finanzwirtschaft inne haben. "Ich freue mich über meinen neuen Aufgabenbereich und dass ich noch intensiver mit der Gemeinde beschäftigt bin. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Mold werden wir auch zukünftig für Zwettl viel bewegen können", sagte Wiesmüller.

Blauensteiner und Grünstäudl erstmals in Gemeindevorstand

Johannes Prinz soll sich als Stadtrat in Zukunft um die Ressorts Raumordnung, Öffentliche Ordnung und Sicherheit, Verkehr und Breitbandausbau kümmern. "Wir müssen Raum für junge Familien schaffen und bestehende Gebäude gut verwerten", sagte er über die zukünftigen Herausforderungen. Neu als Stadträtin ist die bisherige Bildungsgemeinderätin Anne Blauensteiner (zuständig für Bildung, Forschung und Wissenschaft, Tourismus, Wirtschaft und das ZwettlBad) geplant sowie Josef Grünstäudl, der 2013 von der Ersatzliste in den Gemeinderat kam. Er soll die Ressorts Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, öffentliche Beleuchtung und Liegenschaften betreuen. Beruflich ist er beim Bundesheer Allentsteig im Forstbereich tätig. "Damit möchte ich mich vor allem bei der Problematik Borkenkäfer einbringen", sagte Grünstäudl. Gisela Eigl wird Anne Blauensteiner als Bildungsgemeinderätin folgen.

Weiter als Stadträte tätig sein sollen Gerald Gaishofer (Feuerwehrwesen, Häuserverwaltung), Manfred Weissinger (Soziale Wohlfahrt und Gesundheit, Zwettler Bürgerstiftung), Gerald Knödlstorfer (Straßen- und Wasserbau, Bauhof Straßenreinigung und Winterdienst, Abfallwirtschaft), Josef Zlabinger (Jugend und Sport, Sport- und Grünanlagen) und Erich Stern (Dorferneuerung, Energie, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung). Stern wird Andrea Wiesmüller als Fraktionsobmannes nachfolgen.

Grüne erhalten Ressort "Umweltschutz"

In Zukunft wird die ÖVP Zwettl mit 29 Mandaten im Gemeinderat vertreten sein. "Wir haben unseren Frauenanteil von drei auf sechs verdoppelt", freute sich Mold. Die Grünen halten vier Mandate und werden den zehnten Stadtrat stellen. Für sie wird es laut Bürgermeister das Ressort "Umweltschutz" geben. Außerdem dürften die Aufgaben der Friedhofsverwaltung (vormals FPÖ) und Teile der öffentlichen Anlagen den Grünen zufallen. Die SPÖ (2 Mandate) und FPÖ (2 Mandate) gehen bei den Stadträten leer aus.

Die konstituierende Gemeinderatssitzung findet am 3. März um 19 Uhr statt.