Bald mehr Platz für Betriebe in Göpfritz. 22.800 Tonnen wurden bewegt, um Betriebsgebiet erweitern zu können.

Von René Denk. Erstellt am 04. Dezember 2019 (19:50)
Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun und Vizebürgermeister Werner Scheidl zeigten der NÖN die Baustelle in Göpfritz. Dort soll das Betriebsgebiet erweitert werden.
René Denk

Eine massive Baustelle beim Betriebsgebiet Nord soll noch heuer fertig werden. Sie dient dazu, das Betriebsgebiet zu erweitern und Probleme mit Starkregen zu vermeiden.

22.800 Tonnen Erdmaterial wurden bereits weggebracht, um vier Retentionsbecken graben zu können. Mit zehn großen Baggern und einigen Lastwägen mehr habe es auf der Baustelle „ordentlich gewurlt“, schildert Vizebürgermeister Werner Scheidl im NÖN-Gespräch.

Mit einem 60 Zentimeter Rohr, welches unter den Gleisen und der Straße durchführt, soll das Wasser vom vierten Retentionsbecken kontrolliert in den Thauabach abgeleitet werden. Da man aber auf einen großen Felsen zwischen Gleisen und Straße stieß, wurde in der Vorwoche fast jeden Tag einmal kontrolliert gesprengt. Dazu musste der Verkehr jeweils zwei Minuten angehalten werden.

Entschärfung auch bei Starkregen

„Die Sprengungen verliefen plangemäß“, freut sich Scheidl, dass der Felsen beseitigt wurde und das 50 Meter Rohr fertig verlegt werden kann. Nach den Sprengungen werde jetzt wieder bergmännisch weitergearbeitet.

Grund zum Handeln war schon alleine durch die Schäden gegeben, die die ÖBB bei Starkregen an ihren Gleisanlagen hatte. Rinden und Holzabfälle wurden oft durch die Fluten von den Holzlagerplätzen auf die Gleise gespült. Man konnte auch keine Flächen mehr versiegeln, das heißt, dass man keine weiteren Betriebe ansiedeln lassen durfte.

Brantner plant Logistikzentrum

Mit dem Göpfritzer Betriebsgebiet würden nun nicht mehr viele Standorte in der Region mithalten können, sind sich die Verantwortlichen sicher.

„Durch die Kompletterneuerung der Infrastruktur unseres Betriebsgebietes bieten wir nun optimale Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende und neue Betriebe und natürlich für die Franz Josefs-Bahn selbst“, betont Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlb-raun die umfassenden Arbeiten, die drei Millionen Euro kosten.

Im Projekt wurden Abwasserentsorgung, Wasserversorgung, Löschwasserversorgung, Retentionsbereiche und Internetleitungen neu errichtet, um Expansionsmöglichkeiten zu schaffen. Natürlich ist dort auch ein direkter Bahnanschluss möglich.

Die Abfallentsorgungsfirma Brantner mit Hauptsitz in Krems will 2020 ein Logistikzentrum dort errichten. Nach zweieinhalb Jahren Planungsphase von Gemeinde und ÖBB wurde nun im September mit den Bauarbeiten begonnen. Vizebürgermeister Werner Scheidl trieb für die Gemeinde das Projekt stark voran – die NÖN berichtete bereits im Juni 2018 erstmals.