Bärenwald ohne Besucher: Spendenaufruf gestartet. Bärenschutzzentrum Arbesbach rechnet mit Einbußen von 60.000 Euro. Verpflegung der Bären läuft Vollzeit weiter.

Von Angelika Koll. Erstellt am 24. April 2020 (06:39)
Ohne Besucher verbringt Vinzenz aktuell seine Zeit im Bärenwald Arbesbach.
Vier Pfoten/Gerlinde Mairhofer

Der Bärenwald Arbesbach ist von den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus stark betroffen und hat deshalb einen Spendenaufruf gestartet. Betriebsleiterin Sigrid Zederbauer rechnet über den Frühling mit Umsatzeinbußen von rund 60.000 Euro. „Gerade jetzt hätten wir viele Besucher und Schulklassen. Das holen wir sicher den Rest des Jahres nicht auf“, meint sie. Auch Seniorengruppen würden wohl länger ausfallen.

Die Bären müssen trotzdem versorgt werden. Die Tierpfleger arbeiten weiterhin Vollzeit und etwa 60 Kilogramm Obst und Gemüse werden pro Tag fürs Futter gebraucht. Das restliche Personal habe Urlaub abgebaut und werde dann in Kurzarbeit gehen, wie die Betriebsleiterin erwähnt.

Zederbauer meint aber: „Ich denke, dass bei einer Lockerung die Menschen doch schnell wieder an uns denken.“ Immerhin gingen einige Wanderwege vom Bärenwald aus und Spaziergänge in der Natur würden wohl schneller wieder möglich sein als andere Aktivitäten.