Schwierige Lkw-Bergung: Kraftakt für fünf Wehren. Winterliche Bedingungen ließen unzählige Kameraden ausrücken. Bei einer Bergung gab eine Winde nach, es mussten zwei Wehren nachalarmiert werden.

Erstellt am 24. Januar 2018 (03:00)
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Die Freiwilligen Feuerwehren Arbesbach und Pretrobruck mussten an einem Tag zwei Lkws an der gleichen Steigung in Pretrobruck zu Hilfe eilen.
FF Arbesbach

In den Wintermonaten kommt es leider immer wieder zu Ereignissen mit Lkws, die mit unzureichender Winterausrüstung unterwegs sind. So mussten die Freiwilligen Feuerwehren Arbesbach, Pretrobruck, Pehendorf, Rappottenstein und Schönbach am 17. Jänner ausrücken.

Der Arbeitstag der Wehren Arbesbach und Pretrobruck begann um 13.30 Uhr. Ein voll beladener Sattelzug konnte trotz angelegter Schneeketten die Steigung von Pretrobruck Richtung Arbesbach nicht bewältigen. Der Lkw wurde mittels Schleppstangen abgeschleppt.

Steigung machte den Fahrzeugen zu schaffen

Nur wenige Stunden nach der ersten Bergung wurde die Freiwillige Feuerwehr erneut zur Unterstützung der Kameraden aus Pretrobruck angefordert. Erneut konnte ein Sattelzug die Steigung in Pretrobruck nicht bewältigen.

Nach mehreren erfolglosen Anfahrversuchen stand der Lkw bereits im Bankett und grub sich mit den Reifen tief in den weichen Untergrund. Ein einfaches Abschleppen war hier nicht möglich, der Lkw musste zuerst mittels Seilwinde zurück auf die Straße gezogen werden.

Anschließend wurde auch dieser Lkw mittels Schleppstange über die Steigung gezogen.

Kurz vor Mitternacht wurde die Freiwillige Feuerwehr Arbesbach zum dritten Einsatz an diesem Tag alarmiert. Auf Höhe Gesenkschmiede Wiesinger in Kamp kam ein Lenker mit seinem Pkw ins Schleudern, touchierte die Leitschiene und blieb anschließend quer auf der der Straße stehen.

Lkw blockierte Fahrstreifen

Mittels Manneskraft wurde der Wagen zurück auf die Straße geschoben und anschließend auf dem naheliegenden Betriebsgelände gesichert abgestellt. Auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Pehendorf waren am 17. Jänner mit einer Lkw-Bergung beschäftigt. Sie wurden um 18 Uhr zu einem Einsatz am Kreuzlusberg alarmiert.

Ein LKW war aufgrund von Straßenglätte auf Höhe des Lohnbachfallparkplatzes hängen geblieben und blockierte am Berg den rechten Fahrstreifen. Der Sattelzug hatte insgesamt 24 Tonnen Schnittholz geladen und war auf dem Weg in die Ukraine.

Laut Auskunft des Fahrers wurden seine Schneeketten auf einem Autobahnrastplatz gestohlen. Da die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Pehendorf nicht auf die Bergung solcher Schwerfahrzeuge ausgelegt ist, forderte Einsatzleiter Roland Stöger daher über Florian Niederösterreich Verstärkung durch die Freiwillige Feuerwehr Rappottenstein an.

Man hat mir auf einem Autobahnrastplatz meine Schneeketten gestohlen.Lenker eines hängen gebliebenen Lkws

Von den Mitgliedern der Wehr in Pehendorf wurde bis zum Eintreffen der Kollegen aus Rappottenstein der Verkehr wechselseitig am Lkw vorbei geleitet.

Die Feuerwehr Rappottenstein versuchte zuerst, den Sattelzug mit ihrem Hilfeleistungsfahrzeug 3 (HLF 3) abzuschleppen, was aber aufgrund der extremen Straßenglätte in diesem Bereich trotz Allrad und Schneeketten nicht funktionierte.

Es kam daher die Seilwinde auf dem HLF 3 der Rappottensteiner zum Einsatz. Unter großem Kraftaufwand gelang es, den LKW ca. 30 Meter weiter zu ziehen, bevor schließlich bei der Winde ein Defekt auftrat.

Es musste daher auch noch die Freiwillige Feuerwehr Schönbach nachalarmiert werden. Nach einer kurzen Lagebesprechung spannten die Wehren beide Allradfahrzeuge vor den Sattelzug, um dieses auf den Berg zu ziehen. Von dort wurde er noch bis zum Abstellplatz beim Feuerwehrhaus in Pehendorf begleitet.

Um 20:30 Uhr konnten die Feuerwehren schließlich wieder einrücken.