Asche-Fläschchen statt Kreuzzeichen. Eine pandemiebedingte Notlösung gibt es in Kirchen im Bezirk Zwettl am Aschermittwoch.

Von Karin Pollak. Erstellt am 18. Februar 2021 (05:26)
Dechant Andreas Bühringer klärt über die aktuelle Situation auf.
Archiv

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen brachten auch die Freigabe für die Abhaltung von Gottesdiensten in den Pfarrkirchen mit sich. Es gelten dabei auch verschärfte Vorgaben: Es muss jetzt ein Abstand von zwei Metern zwischen Personen aus unterschiedlichen Haushalten eingehalten werden. Die Messebesucher müssen auch FFP2-Masken tragen.

„Seit 7. Februar gelten diese verschärften Vorschriften. Diese werden aber gut angenommen. Es gibt nach wie vor eine hohe Akzeptanz bei den Messebesuchern“, betont Dechant Andreas Bühringer, der für den Pfarrverband mit Langschlag, Aresbach, Oberkirchen, Griesbach und Altmelon zuständig ist.

Notlösung für Aschermittwoch

Die Planungen für die nächsten großen Feierlichkeiten würden sich im Hinblick noch fehlender Informationen nicht einfach gestalten. Zumindest für den Aschermittwoch gibt es einen Plan und dieser sei eine „Notlösung“, wie Bühringer erklärt: „Die Erteilung des Aschenkreuzes an der Stirn der Gläubigen ist ja coronabedingt nicht möglich. Deshalb wird die dafür vorgesehene Asche in kleine Glasfläschchen gefüllt, die jeder mit nach Hause nehmen kann. Damit kann jeder, der will, ein Aschenkreuz auf die Stirn malen“, erklärt Bühringer.

In den Kirchen Langschlag und Arbesbach werden heuer für die Sonntage in der Fastenzeit und die Kartage spezielle Texte und Symbole vorbereitet. Bei Taufen würden nach wie vor viele zuwarten, während andere schon Interesse an einem baldigen Termin zeigen würden.

Aktuell keine Hochzeiten

Hochzeiten dürfen derzeit nicht stattfinden. „Viele Hochzeiten, die im Vorjahr nicht stattfinden konnten, sind ab Juli im heurigen Terminkalender vermerkt. Ob diese aber wirklich stattfinden können, weiß man nicht“, betont Bühringer.

Bühringer setzt seine ganze Hoffnung auf das Testen: „Es freut mich, dass so viele Personen die Möglichkeit nutzen und einen Schnelltest machen. Das könnte durchaus ein Schlüssel gegen die Pandemie sein.“

Corona ist aktuell auch in der Pfarre Zwettl ein Thema. Pfarrmoderator Thomas Kuziora befindet sich wegen diesem Virus im Krankenstand. Wie lange dieser noch dauern wird, ist derzeit nicht absehbar. „Die Pfarre Zwettl wird zwischenzeitlich optimal weitergeführt“, heißt es.