Avia Eigl saniert und baut neu. Tankstelle in Weitraer Straße wird modernisiert, neue Tankstelle an B 37 geplant.

Von Markus Füxl. Erstellt am 21. Juli 2021 (04:54)
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Geschäftsführer Thomas Traxler vor der Baustelle in Zwettl.
Füxl

Die Avia-Tankstelle in der Weitraer Straße erhält aktuell ein „Facelifting“, wie der Geschäftsführer der Franz Eigl GmbH, Thomas Traxler, im NÖN-Gespräch erklärt: „Wir erneuern die Stützmauer und haben ein Gebäude hinter der Tankstelle abgerissen.“

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Die Avia-Tankstelle wird optisch aufgewertet
privat

In dem 60 Jahre alten Gebäude waren zuvor Tanks untergebracht. Sie hatten keine wichtige Funktion mehr, erklärt Traxler. Mit dem Abbruch ist auch der Blick auf das Firmenareal freigegeben: „Das schafft uns Perspektive. Auf der freigewordenen Fläche werden wir voraussichtlich einige Parkplätze schaffen.“ Auch die Verkehrsführung wird damit verbessert: „Es war dort immer eine enge Geschichte.“

Gleich hinter der Tankstelle wird eine neue Mauer mit roter Farbe – passend zum Markenauftritt – aufgestellt. Während der Arbeiten ist die hintere der beiden Tankspuren gesperrt. Die Arbeiten sollen bis spätestens Ende Oktober abgeschlossen sein.

Gleichzeitig wird auch die Tankstelle in der Franz Eigl-Straße aufgewertet: Dort soll bei den Autosaugern eine 22 kW-Ladesäule für e-Autos installiert werden. Das Besondere: „Dort ist Tanken mit Bankomatkarte möglich, und die Abrechnung erfolgt nach verbrauchten kW, nicht nach Zeit“, erklärt Traxler. Die Inbetriebnahme soll im vierten Jahresquartal erfolgen.

Neue Tankstelle in Richtung Krems

Im Bezirk Krems hat Traxler ein weiteres Megaprojekt in der Pipeline: Vor Jaidhof, entlang der B 37 bei der Abzweigung Reittern, soll ein neues Mobilitätszentrum mit einer Gesamtfläche von 5.000 Quadratmetern entstehen. Dort sind neben einer Tankstelle mit drei Zapfinseln für Pkw und Lkw auch zehn e-Tankstellen geplant: Neun davon kommen in 3,7 kW-Ausführung und erlauben eine komplette Aufladung in etwa acht Stunden, eine weitere kommt in 22 kW-Ausführung. „Es gibt dort schon jetzt einen Sammelpunkt für Pkw. Wir wollen die e-Tankstellen im Sinne von Park & Drive ermöglichen“, erklärt Traxler. Auch diese e-Ladesäulen werden nicht nach Ladezeit, sondern verbrauchten kW abgerechnet und können mittels Bankomatkarte bedient werden.

Photovoltaik-Anlage soll e-Tankstellen versorgen

Gleichzeitig ist dort eine 2.500 Quadratmeter große PV-Anlage geplant, die umgerechnet knapp 80 Haushalte versorgen kann. Auch auf Carports über den e-Tankstellen und auf dem Dach über den regulären Tankinseln sind PV-Anlagen geplant. Der Strom wird für die e-Tankstellen verwendet, der Überschuss ins Stromnetz eingespeist. „Der Einstieg in die Stromproduktion passt zu unserem neuen Geschäftsfeld Strom und Erdgas. Wir sehen die Fläche als geeigneten Standort, dort gibt es eine irrsinnige Frequenz. Es ist ein tolles Schaufenster für uns“, erklärt Traxler.

Der Baustart am Areal soll noch heuer erfolgen, die PV-Anlage soll im ersten Quartal 2022 folgen. Insgesamt investiert Eigl eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich.