Groß Gerungser Wirtshaus Hirsch ist "Weinwirt 2022"

Mit einer umfangreichen Weinkarte für jeden Geldbeutel zeichnete sich „HIRSCH28 WIRTShaus & delikatESSEN“ bei den Preisverleihern aus und wurde zum besten Weinwirten in Niederösterreich gewählt.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 18:01
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Wirtshausführer-Herausgeber Klaus Egle (links) und Christian Zechmeister (rechts) vom österreichischen Weinmarketing prämierten das Wirtshaus von Rudi Hirsch und Renate Stadlhofer zum „Weinwirt 2022“.
Foto: Wirtshausführer Österreich/APA/Hollunder

Bei solchen Nachrichten kann das Weinjahr 2022 ruhig kommen: Der Groß Gerungser Weinspezialist „HIRSCH28 WIRTShaus & delikatESSEN“ wurde vom Wirtshausführer Österreich und vom österreichischen Weinmarketing zu Niederösterreichs Weinwirt 2022 gewählt.

„Als kleines Wirtshaus am Land ist das eine riesige Ehre für uns. Es macht uns unglaublich glücklich und stolz“, erzählt Chef Rudi Hirsch. Die Auszeichnung kam nicht von irgendwoher. Seit mehreren Jahren arbeitet Hirsch gemeinsam mit Partnerin Renate Stadlhofer unermüdlich am umfangreichen und abwechslungsreichen Angebot. Circa 500 verschiedene Weine hat das Wirtshaus aktuell lagernd. Im Lockdown erweiterten Hirsch und Stadlhofer die Weinkarte nochmals um etwa ein Drittel.

Die zuliefernden Winzer sind ebenfalls breit gestreut. „Wir wollen eine gute Mischung aus allen wichtigen Weinbauregionen der Alpen anbieten“, betont Hirsch. Hinzu kommen internationale Weine aus einem Einzugsgebiet von Portugal bis Ungarn. Egal ob deutsche Rieslinge oder Luxusweine aus dem Rhonetal, im Wirtshaus Hirsch wird man fündig.

Man muss nicht immer tief in die Tasche greifen

Ein enorm wichtiges Argument bleibt für Hirsch dabei der Preis. So kann man, aber muss man für einen edlen Tropfen nicht allzu tief in die Tasche greifen. „Es sollte für jede Geldbörse etwas dabei sein. Ein Achterl um 3,50 Euro gehört auch dazu“, sagt der Wirtshausbetreiber.

All diese Argumente überzeugten die Preisverleiher. Die Auszeichnung wurde im burgenländischen Apetlon vergeben. In der Laudatio von Wirtshausführer-Herausgeber Klaus Egle wurden die imposante Weinkarte als auch die Küche von Renate Stadlhofer gelobt.

Anfänge in legendärem Weinlokal

Rudi Hirsch krönt mit der Auszeichnung eine lange Karriere als Somelier, auch wenn die Reise noch nicht am Ende angelangt ist. Seine Anfänge mit dem Wein machte er in der Hospiz Alm am Arlberg, einem der berühmtesten Weinlokale Österreichs. „Es war die lehrreichste Zeit meiner Gastronomie-Karriere“, meint Hirsch selbst. Seither hat es ihm der Wein angetan.

Die Kontakte zum Arlberg würden heute noch helfen, auch seltenere Weine zu bekommen. Finanzieller und zeitlicher Aufwand stecken schließlich jede Menge hinter der Weinkarte. Ein gutes Netzwerk spiele eine maßgebliche Rolle, ebenso wie guter Geschmack. Hier verlässt sich Hirsch auf den „sensiblen Gaumen“ von Renate Stadlhofer, die maßgeblich bei der Auswahl mitbestimmt. Als vernünftige Stimme hinter dem Budget sei sie auch unerlässlich. „Ich will oft mehr kaufen, aber sie bremst mich dann glücklicherweise immer ein“, schildert der Somelier. Bei all der Leidenschaft soll der der Betrieb schließlich auch wirtschaftlich sein.

Kritisch, selbst beim Bordeaux-Wein

Rudi Hirsch ist natürlich ebenfalls kein Kostverächter: „Für mich ist nur eines wichtig. Es ist egal, wie viel der Wein kostet, schmecken muss er.“ In seiner Karriere habe er schon viele Verkostungen von „edlen Weinen“ miterlebt. Nicht alles war dabei Gold, was glänzt. Auch günstige Weine hätten ihre Vorzüge und nur weil Bordeaux drauf steht, sei der Wein nicht automatisch die Offenbarung.

Ein paar persönliche Favoriten hat Hirsch je nach Jahreszeit aber doch: „So ein Grüner Veltliner ist im Sommer schon etwas ganz Spezielles. Beim Rotwein bin ich bei einem richtig guten Pinot Noir. So einen gönnt man sich aber nicht jeden Tag.“