Wanderkarte für Lebensweg präsentiert . Für den 260 Kilometer weiten Lebensweg gibt es ab sofort eine Wanderkarte. Nächstes Jahr ist Stempelpass geplant.

Von Markus Füxl. Erstellt am 09. August 2019 (04:34)
Markus Füxl
Präsentierten im „Wohnzimmer im Freien“ in Bad Traunstein die neue Lebensweg-Wanderkarte: Irene Kamleithner (Waldviertel Tourismus), Bürgermeisterin a.D. Angela Fichtinger, Bürgermeister Roland Zimmer (vorne), Leaderregions-Obmann Dieter Holzer, Lebensweg-Initiator Dieter Juster, Lebensweg-Vereinsobmann Konrad Friedl und Waldviertel Tourismus-Geschäftsführer Andreas Schwarzinger.

Die Leaderregion Südliches Waldviertel-Nibelungengau und der „Verein zur Errichtung und Ausbau des Lebenswegs“ luden am 31. Juli nach Bad Traunstein ins „Wohnzimmer im Freien“ zur Präsentation der neuen Lebensweg-Wanderkarte.

260 Kilometer weit verläuft der Lebensweg durch 22 Gemeinden in den Bezirken Zwettl und Melk. Ab sofort können Wanderer auf eine Karte zurückgreifen. Sie liegt in den Gemeinden in einer Auflage von 17.500 Stück kostenlos auf. Nach der Herausgabe des „TourenTAGEbuches“ und dem Lebenswegfolder ist es das dritte Produkt, das sich mit dem Wanderweg beschäftigt.

Der Weg gliedert sich dabei in 13 Abschnitte. In jedem Abschnitt gibt es mehrere Herzpunkte. Einer von ihnen ist das „Wohnzimmer im Freien“ in Bad Traunstein. Konrad Friedl, der Obmann des Vereins Lebensweg, erklärte: „Wanderer können von Herz zu Herz wandern und dabei ihr Innerstes erleben.“

Irene Kamleithner vom Waldviertel Tourismus war für die Gestaltung der Karte verantwortlich. „Sie passt zusammengefaltet perfekt in das Tourentagebuch hinein“, erklärte sie und schloss mit dem Spruch: „Was das Herz bewegt, setzt die Füße in Bewegung.“

7.300 Höhenmeter nicht unterschätzen

Der Initiator des Wanderweges, Dieter Juster, hat den Weg im April selbst in zehn Tagen beschritten und 7.300 Höhenmeter zurückgelegt, die NÖN berichtete.

Er erklärte: „Vorbereitung ist wichtig, man darf das nicht unterschätzen. Das geht an die Grenze.“ Er möchte den Weg ab sofort einmal im Jahr absolvieren. Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus, bezeichnete das Projekt Lebensweg als eine Erfolgsgeschichte: „Es ist einzigartig, wie hier die Wanderer durch die Region geführt werden.“ Schwarzinger verwies auf eine Steigerung von zuletzt über zwölf Prozent bei den Nächtigungen deutscher Gäste im Waldviertel: „Hier ist eine Sättigung bekannter Destinationen im Westen Österreichs zu erkennen. Viele Deutsche besuchen jetzt auch vermehrt das Waldviertel.“

In der Zukunft möchte Schwarzinger am Lebensweg einen Gepäcks-Nachtransport verstärkt etablieren. Außerdem ist für nächstes Jahr ein Stempelpass geplant. Je nachdem, wieviele Stationen ein Wanderer geschafft hat, soll es dann „Wandernadeln“ zum Anstecken in verschiedenen Abstufungen geben. Eine Herbstwanderung entlang des Lebensweges findet am 14. September statt. Startpunkt ist in Zeining in Raxendorf.