Sebastian Kreuzer ist bester Floriani Österreichs!. Der Feuerwehrmann aus Kottes gewann die ORF-Show „Feuer und Flamme“. In der letzten Sendung machte er seiner Lebensgefährtin Sarah einen Heiratsantrag.

Von Reinhard Hofbauer. Erstellt am 24. November 2019 (12:50)
Sebastian Kreuzer gewann die ORF-Show „Feuer und Flamme“. Mit im Bild: Das Kommande der Feuerwehr Kottes mit  Mathias Wania, Daniel Lagler und Thomas Pfeiffer sowie mit seiner Lebensgefährtin Sarah Stierschneider und seinen Söhnen Samuel und Sebastian (von links). 
: Reinhard Hofbauer

Grund zum Feiern hat Sebastian Kreuzer von der Freiwilligen Feuerwehr Kottes. Der Floriani gewann die ORF-Show „Feuer und Flamme“ und brachte damit 50.000 Euro für seine Wehr nach Hause. Die NÖN war beim Public Viewing im Feuerwehrhaus am Freitag mit dabei.

Public Viewing der Finalshow im Feuerwehrhaus Kottes

„Es war super mit elf Leuten aus ganz Österreich. Aber es war sehr anstrengend, denn ich war drei Wochen von daheim weg. Dass ich am Schluss gewonnen habe, war eine Draufgabe. Wichtig war, dass ich unter den zwölf Kandidaten dabei war“, freute sich Kreuzer.

Zwei Mannschaften zu je vier Burschen und zwei Damen kämpften im Trainingscamp der Freiwilligen Feuerwehr in Tulln in jeder Sendung bei jeweils drei atemberaubenden Challenges gegeneinander und wurden dabei von einer dreiköpfigen Jury bewertet. Das Team mit den meisten Punkten einer Folge konnte jeweils einen von sieben Plätzen im Finale fixieren. Sebastian Kreuzer erkämpfte sich in einem anfänglichen Wettkampf die Rolle als Kommandant des Teams „Blue Fire“. Sein Team ergatterte schließlich vier Finalplätze.

Für das Finale wählten die Teams die Besten aus ihrer Gruppe, die dann auf sich alleine gestellt um den Titel „bester Feuerwehrmann bzw. beste Feuerwehrfrau Österreichs“ und somit um 50.000 Euro - davon 25.000 Euro in Form von Gutscheinen vom Feuerwehrausstatter Pfeifer - für die eigene Feuerwehr kämpften.

Etwa hundert Interessierte verfolgten gespannt das Public Viewing der Finalshow im Feuerwehrhaus Kottes. Der Modus hatte es in sich: Bei jeder Challenge schied der schlechteste Kandidat aus.

Brennende Hütte war letzte Aufgabe - nach dem Antrag ...

Sebastian Kreuzer schaffte es schließlich in den letzten Wettkampf gegen den 19-jährigen Kärntner Michael Pickelsberger. Dafür mussten die beiden Kandidaten ein Team aus den ausgeschiedenen Teilnehmern wählen und eine brennende „Hütte“ möglichst schnell löschen.

Doch davor kam der emotionale Höhepunkt der Sendung: Sebastian Kreuzer machte vor laufenden Kameras seiner mitgereisten Freundin Sarah einen Heiratsantrag. Auf den lauten Beifall im Kottesser Feuerwehrhaus folgte kurz darauf der nächste Jubel, als Sebastian mit seinem Team die letzte Challenge für sich entscheiden konnte und somit als „bester Feuerwehrmann Österreichs“ feststand.

Feuerwehr-Kommandant Daniel Lagler verkündete nach der Sendung, dass am 30. November um 19 Uhr im Feuerwehrhaus ein Siegerempfang stattfindet, und überreichte Sebastian ein von Verwalter Thomas Pfeiffer aufwändig geschnitztes und lackiertes Logo der Show.

Gewinn wird in neues Fahrzeug investiert

„Der Dreh war für mich Neuland, und ich war es nicht gewohnt, so viele Kameras - 15 bis 18 - um mich zu haben. Als Gruppenkommandant wusste ich vor allem am Anfang nicht, wer was kann bzw. wen ich wofür einteilen kann“, sagt Kreuzer im Gespräch mit der NÖN. Kommandant Daniel Lagler war nicht überrascht über den Sieg, denn „Sebastian hat das gewisse Etwas und das Können“. Er hat schließlich auch alle Prüfungen bis zum Kommandanten. Der Gewinn wird angespart für ein Hilfeleistungsfahrzeug 3, und die Gutscheine werden für Ausrüstung verwendet.

Sebastians Lebensgefährtin Sarah Stierschneider meinte: „Es war eine aufregende Zeit daheim. Mir war von Anfang an klar, dass er vorne dabei ist. Er war bei allen Challenges gut, weil die Feuerwehr sein Leben ist. Mit dem Heiratsantrag habe ich nicht gerechnet. Es war ein unbeschreibliches Gefühl - da schaltete bei mir alles aus!“