Sex-Angebot kostete 22-Jährigen 1.000 Euro

Ein 22-Jähriger aus der Gemeinde Martinsberg wurde um 1.000 Euro nach dem Besuch auf einer Sex-Seite im Internet "erleichtert". Er hatte Glück: Seine Bank konnte die Abbuchung von seinem Konto stornieren.

Red. Zwettl Erstellt am 07. Oktober 2021 | 14:48
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Foto: Shutterstock.com, FunnyLemon

Der Martinsberger erhielt am 6. Oktober kurz vor 13 Uhr eine Instagram-Nachricht auf seinem Handy. Laut Polizei wurde ihm von einer gewissen „Daniela Sz??? 08???“ das Angebot zum Sex gemacht. Unter einem Internet-Link „li-link.tree??Zahlen??.com oder .co“ gebe es ein paar Bilder von ihr und man könne mit ihr chatten.

Der 22-Jährige folgte diesem Link und kam auf eine Flirt-Seite, die er umgehend schloss. Es kam für den 22-Jährigen aber noch schlimmer: „Daniela Sz“, behauptete, dass sie über ein Video verfüge, das den Martinsberger nackt zeigen würde. Dazu wurde ein rund acht Sekunden dauerndes Video an den 22-Jährigen übermittelt, welches dieser öffnete.

Dort war für rund vier Sekunden ein animiertes Oberkörperbild zu sehen sowie für weitere rund vier Sekunden ein männliches Geschlechtsorgan. Dieses sei laut eigenen Angaben aber nicht vom Martinsberger gewesen. Das Video sei unscharf gewesen und ruckelte. Es dürfte es sich um ein Fake-Video handeln, welches mit Bearbeitungsprogrammen hergestellt wurde.

Der 22-Jährige wurde aufgefordert Geld zu bezahlen, ansonsten würde dieses Video veröffentlicht werden. Er verweigerte aber eine Zahlung. Danach wurde von der mutmaßlichen Betrügerin angegeben, dass sie sich das Geld selbstbeschaffen werde. Nach nicht einmal einer Stunde später wurden 1.000 Euro mittels einmaliger Transaktion vom Konto des 22-Jährigen an eine deutsche Bankverbindung überwiesen. Der 22-Jährige verständigte seine Bank, die die Abbuchung stornieren konnte.