Alte Liebe zum Rad wird neu entfacht. Da ein Urlaub für viele in diesem Jahr nicht am Plan steht, wird stattdessen ins Radfahren investiert und zum Beispiel ein E-Bike gekauft.

Von Angelika Koll. Erstellt am 24. Juni 2020 (04:22)
Radfahren steht im Trend: Erstmals seit der Corona-Pandemie nahmen Renate Hahn, Lisi Wielander, Gitti Huber, Jimmy Herbert Wandl, Fritz Zeilinger, Veronika und Didi Mitmannsgruber, Margit Maurer und Karin Eßmeister an der Radtour Langschlag — Liebenau — Langschlag teil.
Adelheid Kamin

Das Radfahren hat durch Corona einen Aufschwung erlebt und Fahrradverkäufer können einen Anstieg der Verkaufszahlen erkennen.

„Seit wir wieder aufgesperrt haben, gibt es einen enormen Ansturm auf Fahrräder“, erwähnt Hermann Schulner, Leiter der Sportabteilung der Firma Sport-Kastner in Zwettl. Zu bemerken sei außerdem, dass vor allem E-Bikes gekauft werden. Etwa 70 Prozent der verkauften Räder haben Elektroantrieb. Viele Kunden würden in diesem Jahr auf einen Urlaub verzichten und wie es scheint das Geld stattdessen in ein E-Bike investieren. Auch die Werkstätte sei ausgelastet. „Am Anfang hatten wir Wartezeiten von bis zu 14 Tagen, jetzt sind wir bei etwa zwei Tagen“, sagt Schulner.

Leiter der Sportabteilung der Firma Sport-Kastner in Zwettl, Hermann Schulner konnte insbesondere bei den Elektrofahrrädern einen Anstieg der Verkaufszahlen beobachten.
Franz Pfeffer

Die Radwege im Bezirk seien relativ gut ausgebaut, die Gegend außerdem ein gutes Gebiet für E-Bikes. Dennoch gäbe es noch Raum für Verbesserungen. „Es gibt viele Forststraßen mit Fahrverbot für Räder“, bemerkt Schulner. Dies sei natürlich verständlich, da nach momentaner Gesetzeslage der Waldbesitzer dafür haftet, falls einem Radfahrer etwas passiert, doch würden sie die Wege fürs Fahrrad anbieten. Auch andere Outdoor-Sportarten seien wieder beliebter geworden.

Auch Herbert Ruby gibt an zu bemerken, dass Kunden statt einem Urlaub mehr draußen sein möchten. Der Radverkauf bei Intersport Ruby mit den beiden Standorten in Zwettl und Waidhofen sei zufriedenstellend. Die Nachfrage sei etwas gestiegen, nicht zuletzt, da sich die Einkaufssaison in diesem Jahr verschoben habe. Die Werkstatt sei ausgelastet. Jedoch würde es Engpässe geben. „Die Industrie hat Zulieferungsschwierigkeiten, weil viele Teile aus Fernost kommen“, bemerkt Ruby.

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