Besondere Bedingungen: Wieder Unterricht in Schulen. Die ersten Schultage verliefen sehr geordnet. Maßnahmen werden penibel eingehalten.

Von Angelika Koll. Erstellt am 27. Mai 2020 (04:59)
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Nach zwei Monaten Homeschooling, findet für die Schüler der Pflichtschulen seit vergangener Woche wieder Unterricht in den Schulen statt, mit der halben Klasse.

Bernhard Bachofner verwendet das Reißverschlusssystem.
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„Die Einteilung hat gut funktioniert“, meint Bernhard Bachofner, Direktor der Volks- und Mittelschule Schweiggers. In Abstimmung mit den umliegenden Schulen habe man sich hier entschieden das Reißverschlusssystem anzuwenden, bei dem jeden Tag zwischen den Gruppen gewechselt wird. Die erste Woche habe sehr gut funktioniert, wie Bachofner erwähnt: „Die Kinder sind sehr diszipliniert und halten sich an die Vorgaben.“ Ein paar Schüler seien auch an den Tagen, wo sie keinen Unterricht haben zur Betreuung in der Schule. Die Einteilung sei laut dem Direktor eine Aufgabe gewesen, aber man habe genügend Lehrer dafür. Nur zwei Schüler der Volksschule Schweiggers bleiben noch weiterhin zuhause.

Für Helga Monika Goldnagl lief die erste Woche wieder in der Schule gut an.
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Auch in der Privaten Volksschule Zwettl seien die ersten Schultage unter den besonderen Umständen gut verlaufen, wie Direktorin Helga Monika Goldnagl bemerkt: „Fast jedes Kind hat eine selbst genähte Maske mit und wenn sie kommen, schicken wir sie gleich einmal Händewaschen.“ Nur bei den Kleinsten sei das Abstandhalten noch etwas schwierig.

Pausen werden am Sportplatz verbracht

In der Privaten Volksschule tauschen die Gruppen immer nach drei beziehungsweise zwei Tagen. In zusätzlicher Betreuung seien in den ersten Tagen auch hier nur wenige gewesen. Da der Turnunterricht ausfällt, geht man mit den Kindern in den Pausen oft hinaus auf den Sportplatz. Der sei groß genug, dass der Abstand gewahrt werden kann und die Schüler erhalten so die Möglichkeit, sich trotzdem etwas zu bewegen. Auch Werken sei bereits im Freien unterrichtet worden.

Gerald Nossal vermisst besonders den Sportunterricht.
privat

Die neuen Bestimmungen machen sich vor allem in der Zwettler Sportmittelschule stark bemerkbar. „Der Sport geht sehr ab, das ist unser Herzblut“, meint Direktor Gerald Nossal, der erklärt: "Im Rahmen der Bestimmungen für Bewegung und Sport in Sonderformen (Sportschwerpunktschulen) findet in den Vormittagseinheiten ein eingeschränkter, den Bestimmungen angepasster Sportunterricht statt." Die Turnstunden werden nun als Klassenvorstand- oder Übungsstunden geführt, oder an den Rand gelegt, sodass die Schüler früher nach Hause können. „Das war eine ganz eigene Stimmung in der ersten Woche. Die Schüler sind sehr diszipliniert und alles war viel ruhiger, weil die Gänge fast leer sind“, meint Nossal. Bei der Garderobe wurden Markierungen angebracht und die Schulwarte würden Acht geben, dass alles geordnet abläuft. Bevor die Schüler in der Früh in ihre Klassen gehen, sind sie außerdem dazu angehalten ihre Hände zu desinfizieren.

In der Sportmittelschule verwendet man ebenfalls das 3-2 System. „Bei uns geht es eigentlich nicht anders, weil sonst manche Fächer nicht für alle Schüler der Klasse unterrichtet werden würden“, bemerkt Nossal. Bei der Gruppeneinteilung habe man zuerst Geschwister berücksichtigt und die restlichen Schüler nach pädagogischen Gesichtspunkten zugeteilt. Auch auf Wünsche bezüglich Fahrgemeinschaften sei man eingegangen.