Die Rückkehr der Maskenpflicht. Seit 24. Juli muss im Supermarkt wieder Maske getragen werden. Die NÖN unternahm einen Lokalaugenschein im Bezirk Zwettl.

Von Joachim Brand und Dieter Holzer. Erstellt am 29. Juli 2020 (04:35)

Wie reagieren Händler und Kunden auf die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Supermärkte? Die NÖN fragte am ersten Tag nach.

Bei Nah und Frisch am Neuen Markt in Zwettl sind alle Mitarbeiter für die neue Maskenpflicht gerüstet. Natascha Neuwirth ist an der Kassa durch eine Plexiglasscheibe von den Kunden getrennt. Dennoch trägt sie vorschriftsgemäß eine Maske, wie alle eintretenden Kunden auch. „Alle unsere Kunden kommen mit ihrer Maske in das Geschäft. Für Vergessliche haben wir vorgesorgt und rüsten unsere Kunden damit aus.“

Für Marcel Krendl, Lehrling im 3. Lehrjahr ist die Maskenpflicht ein Muss. „Es gilt eine flächenhafte Ausbreitung des Virus zu verhindern“ und ergänzt: „Trotzdem ist es während eines Arbeitstages eine Erleichterung, zwischendurch in der Pause die Maske abnehmen zu dürfen. Michael Russ vom Postverteilungszentrum in der Franz Forstreiter Straße sieht bei seinem Nah und Frisch-Besuch die Herausforderung, daran zu denken, wohin er die Post ausliefert und wo gerade Maskenpflicht vorgeschrieben ist.

Kaufmann Peter Kastner tritt für die Maskenpflicht ein. „Gerade als älterer Mann ist es noch notwendiger, sich zu schützen. Man kann nur an die Vernunft der Menschen appellieren, um das Ansteckungsrisiko zu senken. Der Babyelefant macht keinen Urlaub.“

Bisher keine Probleme mit den Kunden

Marktmanagerin beim Billa in Allentsteig, Brigitte Maier sagt: „Viele ältere Kunden betraten die Räumlichkeiten unseres Geschäftes die ganze Zeit über mit Mund-Nasenschutzmaske.“ Vergessliche weist sie jetzt beim Betreten auf die neue Vorschrift hin. Grundsätzlich seien fast alle sehr diszipliniert, Probleme gab es bisher keine. „Viele Personen sehen vorrangig den persönlichen Schutz und mit der erneuten Maskenpflicht auch einen positiven und durchaus sinnvollen Beitrag im Kampf gegen Covid-19.“

Monika Straub von der Bäckerei Straub in Ottenschlag sagt zur neuen, alten Pflicht: Das Tragen der Maske während der gesamten Öffnungszeit ist schon sehr anstrengend und schweißtreibend. Zur Erhaltung der Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter sind wir aber dazu bereit. Die Kunden sind sehr diszipliniert und gut informiert.“