Drei Tierschützer wegen Husky im Justiz-Visier

„Nicht schuldig“, erklärten drei Tierschützer zu dem Vorwurf, die Halter eines Huskys aus dem Bezirk Zwettl zum Verkauf des Hundes erpresst zu haben.

Erstellt am 18. November 2021 | 06:58
Husky Symbolbild
Husky
Foto: shutterstock.com/ivan_kislitsin

Bei einem Besuch auf einem Gehöft im Bezirk Zwettl stach ein angeketteter Husky, neben weiteren Missständen bei der Tierhaltung, drei Tierschützern ins Auge. Sie wollten den Vierbeiner von seinem Kettendasein befreien, kauften, nach Debatten mit den Haltern, den Husky um 200 Euro frei. Der Verkauf wurde vertraglich festgehalten und die Tierschützer glaubten sich rechtlich abgesichert. Sie nahmen das Tier mit, brachten es an einen sicheren Ort.

Eine böse Überraschung folgte: Das Hundehalter-Paar hatte Anzeige erstattet und zu Protokoll geben, dass es das Trio unter Druck gesetzt und erpresst habe. Der Husky sei ein wertvoller Deckrüde, man habe durch den erzwungenen 200 Euro-Verkauf viel Geld verloren. „Nicht schuldig“, erklärte das Tierschützer-Trio beim Prozess in Krems zu dem Vorwurf der Erpressung und Hehlerei. Der Husky sei in einem erbarmungswürdigen Zustand – angekettet und abgemagert – gewesen. Von einem wertvollen Zuchtrüden sei nie die Rede gewesen, man habe die Halter auch nicht unter Behördenandrohungen zu einem Verkauf genötigt, erklärte das Trio. Eine Untersuchung brachte zutage, dass der vermeintliche Deckrüde kaum zum erfolgreichen Einsatz gekommen wäre, da er keine Hoden hat. Dies wollen die Ex-Tierhalter wegen der vielen Fellhaare nicht bemerkt haben. Der Prozess wurde für weitere Ermittlungen und Tier-Untersuchungen vertagt.