Etwas mehr Geld fürs Börserl. Einen leichten Aufwärtstrend legte der Bezirk Zwettl beim Einkommensranking hin. Schere zwischen Geschlechtern blieb.

Von Markus Füxl. Erstellt am 07. Dezember 2019 (15:47)
Quelle: AKNÖ; Foto: Marian Weyo/Shutterstock.com; NÖN-Grafik: Bischof

Um einen Platz (auf Rang 15 von insgesamt 25) hat sich der Bezirk Zwettl im Einkommensranking 2018 der Arbeiterkammer NÖ verbessert. Das Einkommen der hiesigen Arbeitnehmer ist real im vergangenen Jahr um knapp einen Prozent (1,06 %) gestiegen. 2017 lag das Medianeinkommen in Zwettl noch bei 2.005 Euro.

Das Medianeinkommen (jeweils die Hälfte der unselbstständig Erwerbstätigen verdient mehr, die andere Hälfte weniger, Anm.) in Zwettl betrug 2.067 Euro und lag damit um 4,8 Prozent unter dem niederösterreichischen Einkommensniveau.

AK-Bezirksstellenleiter Binder positiv gestimmt

Im Vergleich zum Medianeinkommen der Angestellten (2.085 Euro) war das der Arbeiter und Arbeiterinnen mit 2.059 Euro niederösterreichweit das höchste. Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Jürgen Binder ist über die Entwicklung „positiv gestimmt“, sagt er: „Vor über zehn Jahren waren wir fast Schlusslicht. Jetzt liegen wir im stabilen Mittelfeld.“

Ein Grund für die positive Entwicklung sei, dass immer mehr Firmen über den Kollektivvertrag bezahlen: „Beim Fachkräftemangel denken sich viele, ich zahle etwas mehr, bevor der Arbeiter wo anders anfängt“, sagt Binder. Für den Bezirk brauche es den Ausbau des öffentlichen Verkehrs: „Wir haben in Zwettl einen Bahnhof, aber ohne Personenverkehr! Binder weist auch auf die Schere beim Einkommen zwischen Männern und Frauen hin: Die Frauen im Bezirk schnitten mit +1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schlechter ab als die Männer mit +1,38 Prozent. Beim Geschlechtervergleich liegen die Frauen beim Medianeinkommen mit 1.492 Euro um 902 unter jenem der Männer.

„Das liegt daran, weil die Frauen überwiegend im Handel arbeiten und dort weniger verdienen als etwa in einem traditionellen Handwerksberuf“, erklärt Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Binder.

Ungleichheit zwischen Gehälter leicht weniger

Etwas verringert wurde 2018 die Ungleichheit zwischen den höchsten (9. Dezil) und niedrigsten Einkommen (1. Dezil) im Bezirk Zwettl.

Zwar sind die höchsten Gehälter immer noch 3,89 Mal so hoch wie die niedrigsten, die Ungleichheit fiel aber um 4,8 Prozent geringer aus als noch 2017.