Fit im Winter: „Sobald Schnee liegt, geht’s los“

Wintersport wird betrieben, wenn es die Witterung zulässt. Zu wenig Schnee haben aber die Langlauf-Gebiete im Bezirk Zwettl.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 05:11
Lesezeit: 3 Min
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Raphael Rauch, Obmann Heinz Lüdemann sowie Manuela und Amelie Weissheimer (von links) am Zwettler Eislaufplatz.
Foto: Franz Pfeffer

Skifahren, Eislaufen oder Langlaufen – die Zwettler verbringen auch im Winter gerne Zeit im Freien. Nicht überall spielt aber bisher das Wetter mit.

Schidorf Kirchbach: Betrieb läuft gut

"Die Leute fahren gerne wieder und halten sich auch an die Maßnahmen“, berichtet Geschäftsführer Franz Jahn. Der Verkauf einiger Saisonkarten zeige ebenfalls das Interesse. Einzelfälle habe es gegeben, bei denen jemand weggeschickt werden musste, weil der 2G- Nachweis fehlte. Mit dem Schnee ist man bisher gut durchgekommen. „Wir konnten durchfahren, wo andere schon gestanden sind“, freut sich Jahn. Vergangene Woche war es auch wieder kalt genug, um die Schneekanonen zu starten. Für den Eiskletterturm war es hingegen bisher nicht kalt genug.

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Minusgrade über mehrere Tage hinweg wären nötig, um diesen zu vereisen. Skikurse konnten in den Weihnachtsferien ebenfalls einige abgehalten werden. Mit der Nachfrage war man dabei zufrieden, obwohl es teilweise kurzfristige Ausfälle gegeben hat. Auch für den in den Semesterferien geplanten Kurs gibt es bereits Anmeldungen. „Es ist wichtig, dass die Kinder nach draußen können und Bewegung machen“, meint Jahn. Vergangenen Samstag konnte erstmals wieder ein Rennen stattfinden. Große Hilfe dabei sei, dass mittlerweile der Landesskiverband die Meldung bei der Bezirkshauptmannschaft übernimmt.

Neben dem Skifahren gehört Eislaufen zu den beliebtesten Wintersportarten. Die Zwettler Kunsteisbahn bietet Gelegenheit dazu – auch in Zukunft. Nachdem der bisherige Obmann Josef Layer und einige weitere Funktionäre zurücktraten und die Nachfolge kurzzeitig nicht sicher war (die NÖN berichtete), kann der Platz weiterhin vom Eissportverein (ESV) mit dem neuen Obmann Heinz Lüdemann betrieben werden. „Ich wollte verhindern, dass sich der Verein auflöst“, betont dieser und gibt an, die Funktion gerne zu bekleiden, so lange er es kann. Über junge und engagierte Mitglieder, die den Verein weiterführen, würde man sich sehr freuen.

Trotz Covid-Regen laufe der Betrieb gut. Einen Eislaufkurs hielt man zu Weihnachten ab, ein weiterer in den Semesterferien ist geplant. Das Eisfest wird aber leider nicht abgehalten. Der ESV denkt hingegen an eine Jubiläumsaktion mit Krapfenverteilung.

Eis bisher nicht dick genug

Gerne zum Eislaufen kam man in vergangenen Jahren auch an den Allentsteiger Stadtsee. In diesem Winter war das jedoch noch nicht möglich. Sollte die Eisdecke am See heuer noch dick genug werden, stehe es aber jedem frei, auf eigene Gefahr dort eiszulaufen, heißt es von der Gemeinde.

Über zu wenig Schnee klagen die Langlaufgebiete im Bezirk. In Gutenbrunn und Bärnkopf wartet man auf mehr Schnee. „Wir brauchen schon 20 bis 25 Zentimeter, um spuren zu können“, erklärt Christine Marschall, deren Familie das Langlaufen in Gutenbrunn betreut. Fallen genügend weiße Flocken vom Himmel, könne man die Langlaufstrecke aber von einem Tag auf den nächsten spuren. Marschall meint also: „Sobald genug Schnee liegt, geht es sofort wieder los.“

Um die Zeit des Lockdowns vor Weihnachten war es ja bereits einmal so weit. Die „Marschall Stubn“ bot dazu Snacks zum Mitnehmen, und einen großen Vorteil bot die öffentliche Toilette in den Wochen, in denen der Gasthof nicht öffnen durfte. Marschall verweist übrigens für alle Interessierten auf die Website, auf der täglich der aktuelle Stand der Langlaufloipe veröffentlicht wird.

Interesse da, Schnee fehlt

Auch Bärnkopfs Bürgermeister Arnold Bauernfried berichtet davon, dass die Langlaufloipe derzeit nicht gespurt werden kann. Er ist aber überzeugt, dass das Interesse besteht. Im letzten Jänner habe man an einem Wochenende bis zu 900 Langläufer begrüßen dürfen. Neben dem Langlaufen kann man in Bärnkopf auch Schneeschuhwandern. „Das bietet der Tourismusverein an, zum Teil auch geführt“, weiß Bauernfried. Dabei ist man etwas weniger vom Wetter abhängig. Ein bisschen Schnee tut aber auch bei den Schneeschuhen gut.

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