Genug Ostereier trotz Covid-19. Osterfest ist zumindest kulinarisch gesichert. Nachfrage kann gedeckt werden.

Von Markus Füxl und Joachim Brand. Erstellt am 10. April 2020 (12:39)
Annemarie und Reinhold Huber sind mit ihren 1.000 Hühnern gut für das heurige Osterfest gerüstet.
privat

Trotz Coronavirus sind zu Ostern genug Ostereier vorhanden. Für die heimischen Hühnerfarmen herrscht aktuell Hochsaison. Dass viele Gasthäuser als Abnehmer geschlossen sind, sei für sie kein Problem, erklärt Annemarie Huber aus Rammelhof: „Für uns ist das kein Nachteil. Die Nachfrage verschiebt sich, wir beliefern jetzt mehr Private.“

Die Hubers bewirtschaften auf 920 Metern Seehöhe ihre Bio-Hühnerfarm mit 1.000 Legehennen. Ihre Kunden verhalten sich aktuell „vorbildhaft“, erklärt sie: „Sie hängen die Sackerl raus mit einem Zettel, wie viele Eier sie möchten. Das haut super hin.“

Hamsterkäufe auch bei den Eiern

Die Hamsterkäufe bei der Einführung der Ausgangsbeschränkungen spürten auch die Hühnerfarmen im Bezirk, sagt Huber: „Damals mussten wir in wenigen Tagen mehrmals nachliefern. Die Leute haben auch hier vermehrt gekauft. Für die Karwoche rechnet sie mit 900 Eiern, die täglich ausgeliefert werden müssen. „Die Leute färben ihre Eier mehr selber. Das ist eine ähnliche Entwicklung wie beim Brotbacken. Die Zwettler haben wieder mehr Zeit, das zuhause zu machen“, sagt Huber.

Viele Anfragen in nur kurzer Zeit

Gabriele Thaller von Oberhof sagt: „In der Zeit des Corona Virus ist das Bewusstsein für biologische Lebensmittel stark gestiegen. Es ist wirklich eine ganz eigenartige Situation. Innerhalb kurzer Zeit gibt es eine steigende Anzahl an Anfragen.“ Die Hühnerschar am Wurmhof ist bunt gemischt. Unter den Hühnern befinden sich Grünleger, Braunleger oder auch weißschalige Eier. Die natürlichen Farbunterschiede machen ein nachträgliches Färben fast nicht notwendig.

„Wir produzieren eigentlich nur für den Eigenbedarf. Im Frühjahr beginnen die Legehennen am Biohof wieder mit einer verstärkten Legetätigkeit. Überschüssige Eier werden dann an Kunden, die die Bioerdäpfel des Hofes schätzen, gerne abgegeben“, erklärt Thaller.