Glasfaser wertet die Region auf. 11 Millionen Euro flossen bisher in den Ausbau im Bezirk Zwettl.

Von Markus Füxl und Maximilian Köpf. Erstellt am 19. August 2020 (05:57)
Ende Mai wurden bereits 3.900 Haushalte in Zwettl an das Breitband-Netz von A1 angeschlossen. Zuletzt kamen weitere Haushalte entlang der Unteren Landstraße dazu. Im Bild: Gebhard Wagner, Leiter der A1 Netzplanung in Niederösterreich, Bürgermeister, Franz Mold und Christian Vasak, A1 Breitbandbeauftragter für das Land NÖ.
Stadtgemeinde Zwettl

„Viel wichtiger als der Bau der Waldviertel-Autobahn, ist der flächendeckende Breitbandausbau im Waldviertel. Das zeigt sich jetzt umso stärker“, sagte WVNET-Geschäftsführer Josef Mayerhofer im Zuge des Corona-Lockdowns vor einigen Wochen zur NÖN. Der Ausbau der „Daten-Autobahn“ ist mittlerweile auch im Bezirk Zwettl voll angelaufen. Allein der Bund pumpte im vergangenen Jahr knapp 11 Millionen Euro in den Breitbandausbau im Bezirk.

Zwettl: Ausbau läuft

Ende Mai wurden in der Bezirksstadt Zwettl knapp 3.900 Haushalte an das A1-Netz angeschlossen. Aktuell wird bei Kanal- und Wasserbauarbeiten auch die Leerverrohrung von Kabelplus mitverlegt, so etwa bei Rudmanns Süd und Mitte, der Karl Hagl-Straße und beim Moidramserweg. Neben dem zuständigen Stadtrat Johannes Prinz kümmert sich Rainer Lugauer um die Verwaltung. Er erklärt: „Das Netz in der Unteren Landstraße ist bereits im Betrieb. Bei den Arbeiten zur Begegnungszone werden 2021 auch in der oberen Landstraße Anschlüsse dazukommen.

Kleinregion ASTEG: Flächendeckendes Internet ist Ziel

Flächendeckendes Glasfaser-Internet gibt es bald auch in der Kleinregion ASTEG. Die Teilnetze Allentsteig und Echsenbach sind größtenteils seit Anfang Juli im Betrieb – die ersten 100 Hausanschlüsse sind bereits betriebsbereit. In Allentsteig laufen gerade die letzten Grabarbeiten, unter anderem in der Wiener Straße – parallel dazu, werden schon die Glasfaserstränge eingeblasen.

„Mit Ende August werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dann geht es darum, die Glasfasern einzublasen und die Hausanschlüsse herzustellen“, berichtet Bürgermeister Jürgen Koppensteiner (ÖVP), der mit dem Abschluss des Breitband-Ausbauprojekts noch 2020 rechnet. „Wir sind sehr gut im Zeitplan, werden heuer noch fertig werden.“

Pölla: Ausbau war Herausforderung

Dieses Versprechen dürfte auch Pöllas Bürgermeister Günther Kröpfl einhalten können. Die Leerverrohrung ist mittlerweile im gesamten Gemeindegebiet abgeschlossen, derzeit werden die POPs errichtet. „Der Ausbau war in Pölla eine besondere Herausforderung, weil unser Gemeindegebiet so weitgestreut ist“, sagt Kröpfl. „Mir war aber wichtig, dass dennoch jeder Gemeindebürger die Möglichkeit haben wird, sich ans Netz zu hängen.“

Das wurde durch eine Backbone-Leitung realisiert – dabei wurde das Netz von Pölla mit dem ASTEG-Netz in Allentsteig und Echsenbach verbunden. „Damit haben wir auch einige Kosten gespart“, betont Kröpfl.

Nach der Auswahl der Anbieter wird dann bald mit dem Einblasen gestartet, werden nach und nach die Hausanschlüsse hergestellt. Die Zahl dieser wächst dabei noch laufend, betont der Ortschef: „Die Homeoffice-Situation durch Corona hat zu etlichen weiteren Anträgen geführt. Auch die Bauplatznachfrage ist jetzt schon merklich gestiegen. Wir haben den Breitbandausbau zur richtigen Zeit bekommen. Das wird kein Nachteil für die Region sein.“

Großgöttfritz: Maßnahmenmix als Strategie

 Davon geht man auch in Großgöttfritz aus. Die Gemeinde befindet sich derzeit mitten im Aufbau einer besseren Internetverbindung. Dabei setzt man auf einen Maßnahmenmix. So wurden einerseits die Mobilfunk-Masten ans Glasfasernetz angeschlossen. „Damit wird das mobile Internet schneller“, erklärt Bürgermeister Johann Hofbauer. „Vereinzelt hat A1 und Kabelplus auch schon Hausanschlüsse mit Glasfaser hergestellt. Bei der nöGIG haben wir um Förderung angesucht.“ Ans Glasfaser-Netz soll in naher Zukunft das gesamte Gemeindegebiet angeschlossen werden. „In Großgöttfritz und Großweißenbach ist die Leerverrohrung schon komplett verlegt“, informiert Hofbauer.

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