Kernland kämpft gegen Leerstand. Das Kernland will leer stehende Gebäude mit neuem Leben füllen und Zuzug fördern. Erste Ideen dazu wurden in einer „Zukunftswerkstatt“ in Martinsberg gesammelt.

Von Markus Füxl. Erstellt am 23. Februar 2019 (04:00)
Waldviertler Kernland-Geschäftsführerin Doris Maurer (3. v.l.) lud zum Gedankenaustausch. Mit im Bild: Bürgermeister Friedrich Fürst, Carmen Elbe, Michaela Moser, Florian Zahorka und Obmann Robert Hafner.
M. Füxl

Mit dem Projekt „Leerstandsreduktion durch Inklusion von Zuzüglern“ möchte das Kernland unter Geschäftsführerin Doris Maurer die Region beleben. Bei einem Treffen in Martinsberg am 15. Februar wurden erste Ideen dafür gesammelt.

Das Projekt wird von Studenten der Fachhochschule St. Pölten begleitet. In einem ersten Durchgang wurden von sogenannten „Scouts“ zwischen Oktober und November 2018 Interviews mit Gemeindebürgern geführt, was ihre Gemeinde lebenswert macht.

Studenten arbeiteten Thesen aus

Die Studenten der FH St. Pölten arbeiteten darauf aufbauend sieben Thesen aus, wie das Kernland neu belebt werden kann. Nach einem Vortrag sammelten Gemeindevertreter und Bewohner der 14 Kernland-Gemeinden in Martinsberg gemeinsam Ideen. Diese gingen von einem „Gallierdorf“, in dem in den leeren Gebäuden Gleichgesinnte auf Selbstversorgerbasis wohnen, über den Vorschlag, Start Ups in den Gebäuden verbilligt wohnen zu lassen, bis zum Projekt „Gemeinde sucht Frau“, eine Art Partnerbörse für Singles. Die Ideen wurden von den FH-Studenten zusammengetragen und sollen in den nächsten Monaten weiter entwickelt werden.

„Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass Politiker oder gar Aliens die Probleme für uns lösen. Wir müssen selber anpacken“, sagte Maurer lachend.

Das vor einem Jahr gestartete und auf drei Jahre angelegte Projekt soll heuer in die Umsetzung gehen.