Museen zwei Tage in der Auslage. Neun Museen im Bezirk öffnen am 18. und 19. Mai ihre Pforten und bieten den Besuchern ein tolles Programm.

Von Markus Füxl. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:01)
Markus Füxl
Im Zwettler Stadtmuseum lädt Obmann Reinhard Gundacker beim Museumsfrühling unter anderem zur Sonderausstellung „Zwettl auf AbWEGEn“ ein. 

Neun Museen im Bezirk Zwettl beteiligen sich am diesjährigen „Museumsfrühling“, der am 18. und 19. Mai stattfinden wird (siehe Infobox).

Die Aktion soll auch viele „Neukunden“ anziehen, sagt der Obmann des Zwettler Museumsvereins, Reinhard Gundacker: „Ich möchte nicht die Dunkelziffer der Zwettler wissen, die noch nie im Zwettler Museum waren.“

Rätselralley im Zwettler Stadtmuseum

Im Zwettler Stadtmuseum warten eine Rätselralley und eine Lesung von Ilse Krumpöcks neuem Roman über Robert Hamerling. Außerdem werden passend zur aktuellen Sonderausstellung Hausschilder gebastelt. Die Zwettler Kulturstadträtin Andrea Wiesmüller freut sich, dass sich gleich vier Museen aus der Zwettler Stadtgemeinde am Museumsfrühling beteiligen: „Die Museen tragen dazu bei, auf unterhaltsame Weise Geschichte aufzuarbeiten.“

Auch Vizebürgermeister Johannes Prinz meint: „Schon Kreisky sagte: Lernen Sie Geschichte.“ In Zwettl lädt noch das Stift Zwettl mit einer Sonderführung an beiden Tagen jeweils um 14 Uhr in der Bibliothek und das Österreichische Freimaurermuseum Schloss Rosenau mit einer Führung durch die Sonderausstellung „Hoffnung – Vernichtung – Neubeginn“ jeweils um 11 und 14 Uhr ein. Im Museums-Lokalbahn-Verein findet am 18. Mai um 14 Uhr die Eröffnung der Sonderausstellung „100 Jahre Dampflok statt. Am 19. Mai fährt um 9.20 Uhr die Lokomotive mit einem Sonderzug nach Waidhofen/Thaya.

Im Norden des Bezirks öffnet das Erste Österreichische Museum für Alltagsgeschichte in Pölla am Museumsfrühling seine Tore und zeigt die Sonderausstellung „Jüdische Familien im Waldviertel und ihr Schicksal“.

Am 18. Mai wird um 15.30 Uhr der Film „Arisierung. Die verlorenen Jahre“ gezeigt. Am 19. Mai um 15.30 Uhr läuft der Film „L‘Affaire Finaly“, de das Schicksal der Enkelkinder der Gmünder Familie Schwarz aufzeigt. „Der Museumsfrühling ist ein Mittel, die Leute für das Thema Museum zu begeistern“, erklärt der Leiter Friedrich Polleroß. Auch Pöllas Bürgermeister Günther Kröpfl freut sich auf die beiden Kultur-Tage: „Für die Bevölkerung ist es ein Spiegelbild der Vergangenheit. So kann auch die jüngere Generation sehen, wie man im vorigen Jahrhundert gelebt hat.“

Hasl zeigt Sammlung aus 50 Jahren

Im Westen lädt Alois Hasl in Arbesbach in sein kleines Museum ein. Auf 150 Quadratmeter zeigt er seine Sammlung aus 50 Jahren, bestehend aus über 200 Wanduhren, 800 Feuerzeuge, 400 Kaffeehäferl und 50 Schreibmaschinen.

Im Süden öffnet auch das Truckerhaus in Gutenbrunn. Leiter Erwin van Dijk lädt Zeitzeugen zu einem Museumskaffee ein, bei dem Zeitzeugen Bilder und die darauf abgebildeten Menschen identifizieren können.

Im „klemuwa“, dem kleinsten Museum des Waldviertels in Langschlag, findet am 18. Mai um 15 Uhr die Vernissage „Schräg gedacht“ – die Ausstellung zu 30 Jahre waltergrafik – statt. In Schönbach lädt das Museum für Arbeits- und Zughunde in Schönbach ein.

Umfrage beendet

  • Werdet ihr die Angebote des Museumsfrühlings nutzen?