Rekord-Einsatzmonat für Autofahrerclubs. Die Automobilclubs hatten im Bezirk insgesamt 370 Einsätze zu bewältigen. Ursache Nummer eins: Die Batterie.

Von René Denk. Erstellt am 08. Februar 2017 (05:01)
Der ÖAMTC-Stützpunkt in Zwettl hatte im Jänner einen Rekordeinsatzmonat: Über 310 Einsätze, wo man oft direkt vor Ort helfen konnte, freuen sich Stützpunktleiter Ewald Braunstein, Sonja Fraberger sowie die Pannenfahrer Franz Gruber und Martin Huber.
René Denk

Über einen Rekord-Einsatzmonat Jänner berichtet der ÖAMTC Zwettl. Seit 2012 gab es noch nie so viele Einsätze für die Pannenfahrer.

310 Pannenhilfe-Einsätzen

Die „Gelben Engel“ vom Stützpunkt Zwettl mussten zu 310 Pannenhilfe-Einsätzen ausrücken. Im Vergleich zum Vorjahr, der den zweithöchsten Wert seit 2012 bildet, sind das um 24 Prozent mehr Einsätze. Das heißt auch, dass die Zwettler Mitarbeiter im Jänner 2017 im Durchschnitt zu zehn Einsätzen pro Tag ausgefahren sind.

"Kälte setzt Batterie zu"

Stützpunktleiter Ewald Braunstein erzählt im NÖN-Gespräch, dass an den Spitzentagen im Jänner, wo es Temperaturen um die Minus 20 Grad gab, auch rund 60 Einsätze gab. „Die Batterie bei den Autos ist nach wie vor ein großes Thema. Die extreme Kälte hat ihnen zugesetzt und sie ausgepowert. Bei dieser Kälte können sie sich aus eigener Kraft nicht erholen“, meint Braunstein.

Die meisten Jänner-Einsätze wurden auch wegen defekter, leerer oder schwacher Batterien gefahren. Weitere Gründe, warum der ÖAMTC gerufen wurde, waren an den besonders kalten Tagen Probleme mit der Dieselkraftstoffanlage. Probleme mit dem Motor- und Motormanagement machten insgesamt 19 Prozent aller Einsätze im Jänner aus.

Kontaktfehler: Autos sperren sich selbst zu

Auch viele Probleme gibt es nach wie vor mit dem Aufsperren der Fahrzeuge, weiß Pannenfahrer Franz Gruber: „Oft sind das gar keine Bedienungsfehler. Durch die Feuchtigkeit kommt es zu Kontaktfehlern und die Fahrzeuge sperren sich plötzlich von selbst zu.“ Stützpunktleiter Braunstein betont, dass die Pannenserie aber bisher auch im Februar nicht abreißt. Die Mitarbeiter seien nach wie vor gefordert.

Beim ARBÖ-Prüfzentrum Zwettl ist die Einsatzhäufigkeit im Jänner im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent gestiegen. Waren es im Vorjahresjänner noch 41 Pannen- und Abschlepphilfen, stieg die Zahl heuer auf 60 an. „Streikende Batterien waren auch bei uns die häufigste Ursache für die Einsätze. Ab Minus 15 Grad kann man sich schon darauf einstellen, dass die Autofahrer es nicht mehr zu uns ins Prüfzentrum schaffen“, meint der Zwettler Einsatzleiter Stefan Schübl im NÖN-Gespräch.

Autos landeten im Graben und steckten im Schnee

Bei der Glätte bzw. dem in den letzten Jahren ungewohnt hohem Schneeaufkommen mussten die ARBÖ-Pannenhelfer aber auch zu in den Graben gerutschten oder im Schnee feststeckenden Autos ausfahren und sie aus der misslichen Lage befreien. Wegen der Kälte „ausgeflockter“ Diesel war ein weiterer Einsatzgrund.