Schülerzahlen leicht im Minus. Pflichtschulen im Bezirk Zwettl haben heuer um 2,7 % weniger Schüler als im Vorjahr. Mittelschulen verzeichnen Plus.

Von Markus Füxl. Erstellt am 07. September 2017 (05:00)
Für insgesamt 3.133 Schüler startet in den Pflichtschulen des Bezirks Zwettl heuer wieder das neue Schuljahr. Unter ihnen sind 405 „Taferlklassler“ in den Volksschulen.
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Die leicht negative Entwicklung im Vorjahr – damals gab es in den Pflichtschulen des Bezirks Zwettl um sieben Schüler weniger als im Schuljahr davor – setzt sich heuer stärker fort.

So geht mit dem Schuljahr 2017/18 die Zahl der Schüler in den Pflichtschulen des Bezirks deutlich zurück. Starteten im Vorjahr 3.221 Schüler in den 34 Volksschulen, zwölf Neuen Mittelschulen, vier Sonderschulen, der angeschlossenen Allgemeinen Sonderschule-Klasse in der Volksschule Groß Gerungs und den beiden Polytechnischen Schulen, so sind es zum Schulbeginn 2017/18 nur 3.133 Schüler, um 88 Schüler weniger (- 2,7 Prozent) als im Vorjahr.

„Gegen die Geburtenstatistik kann man halt nicht ankämpfen.“Bildungsmanager Alfred Grünstäudl über den Rückgang der Tafelklassler

Dabei ist auch die Zahl der Taferlklassler in den Volksschulen leicht rückläufig. Im Vorjahr starteten 413 Kinder im Bezirk in ihre Schulkarriere, heuer sind es 405. Die Gesamtschülerzahl in den Volksschulen sinkt um insgesamt 51 Schüler von 1.688 (2016/17) auf heuer 1.637.

Seit dem Schuljahr 2015/16 sinkt die Zahl der Taferlklassler in den 34 Volksschulen im Bezirk. Bildungsmanager Alfred Grünstäudl erklärt: „Hier merkt man die geburtenschwachen Jahrgänge.“ Vor einigen Jahren hätte man aber mit deutlich mehr Rückgängen als heuer gehadert.

Eine Gefährdung von kleineren Schulstandorten gab es für das Schuljahr 2017/18 aber nicht. Wie sich die Situation in Zukunft entwickelt, sei schwer zu sagen, Grünstäudl meint aber: „Gegen die Geburtenstatistik kann man halt nicht ankämpfen.“

Alle Pflichtschulen mit weniger Klassen

Ausreißer bei den Zahlen der Schulanfänger gäbe es unter den Volksschulen im Bezirk keine. Im Vergleich zum Vorjahr starten heuer acht Schüler weniger in den „Ernst des Lebens“. „Wenn man die Zahl auf unsere insgesamt 34 Volksschulen hochrechnet, ist das kein Problem“, so Grünstäudl.

Bei der Klassenzahl müssen alle Pflichtschultypen im Bezirk Abstriche machen. So fallen insgesamt in den Volksschulen, in den Neuen Mittelschulen und in den Polytechnischen Schulen jeweils eine Klasse weg.

Einen deutlichen Aufschwung erfahren die Neuen Mittelschulen im Bezirk. Zehn Schüler mehr als im Vorjahr besuchen heuer die zwölf Schulstandorte. Dass dort trotzdem insgesamt eine Klasse wegfällt, erklärt Grünstäudl mit der Grenze der Klassenteilung: „In den Mittelschulen haben starke Jahrgänge die Schule verlassen. Oft fehlt der 26. Schüler, damit die Klasse geteilt wird. So ergibt sich ein Zulauf an Schülern, aber weniger Klassen.“

Schulschwerpunkte ziehen Schüler an

Schulanfänger gibt es an den Neuen Mittelschulen mit 335 um zwanzig mehr als vergangenes Schuljahr. Als Grund für den Zulauf sieht Bildungsmanager Grünstäudl die autonome Schwerpunktsetzung der Schulen. So starten etwa die NMS Rappottenstein und Martinsberg heuer mit dem Schwerpunkt „Wald und Holz“ (mehr dazu in der nächsten NÖN).

Am Personalsektor gab es in den Pflichtschulen zehn Pensionierungen. Zwei Lehrer wurden aus dem Bezirk Zwettl versetzt, 13 Lehrer kamen neu dazu.

Die Volksschule Schwarzenau leitet ab heuer Daniela Gaishofer. Sie folgt Emma Maria Siegl nach, die mit 31. August in ihren Ruhestand ging.

Gaishofer begann ihre Unterrichtstätigkeit in der Volksschule Groß Gerungs. Nachdem sie bereits in der Sonderschule Allentsteig, in der Neuen Mittelschule und Volksschule Schweiggers als Lehrerin sowie in der Allgemeinen Sonderschule in Zwettl als Klassenlehrerin und Schullleiter-Stellvertreterin tätig war, wurde sie mit 1. September mit der Leitung der Volksschule Schwarzenau betraut.

Von den 64 Schülern gibt es dort heuer 16 Taferlklassler.