Weniger Müll getrennt. 18.828,16 Tonnen Abfall wurden 2019 im Bezirk Zwettl produziert. Damit ist die Müllmenge wieder gestiegen. Die Trennquote hingegen ist leicht zurückgegangen.

Von Angelika Koll. Erstellt am 26. Juli 2020 (05:23)
Quelle: Gemeindeverband für Abgabeneinhebung und Müllbeseitigung Zwettl
Illustration: petovarga/Shutterstock.com; NÖN-Grafik: Dürrmoser

Die Gesamtabfallmenge im Bezirk Zwettl hat sich 2019 im Vergleich zum Jahr davor erhöht.

18.828 Tonnen Abfall wurden im Vorjahr vom Gemeindeverband für Müllbeseitigung entsorgt und verwertet. Pro Einwohner wurden somit durchschnittlich 443 Kilogramm Müll erzeugt. Im Vergleich zu 2018 sind das um 18 Kilogramm mehr pro Einwohner, was einem Plus von 4,2 Prozent entspricht. „Das ist eine durchschnittliche Steigerung“, meint Albrecht Mayerhofer, Geschäftsführer des Gemeindeverbands für Abgabeneinhebung und Müllbeseitigung im Bezirk.

11.119 Tonnen der Gesamtmenge wurden getrennt gesammelt. Die Trennquote ist mit 59,06 Prozent somit etwas rückläufig gegenüber 2018, aber laut Mayerhofer immer noch gut. Dennoch soll die Quote wieder verbessert werden. Wie bei der letzten Restmüllanalyse festgestellt wurde, sind darin derzeit etwa 27 Prozent Biomüll und 35 Prozent Altstoffe enthalten. Auf die Mülltrennung sollte also noch mehr geachtet werden.

Homepage bietet Infos zur Mülltrennung

Laut Mayerhofer möchte man in Zukunft Kampagnen, die es diesbezüglich schon gibt, wieder mehr publik machen. Eine Informationsquelle dazu ist etwa die Homepage des Gemeindeverbands. Jeder Abfall, der verwertet wird, trägt auch dazu bei, dass die Müllgebühren gleich gehalten werden können.

Auf hohem Niveau befindet sich bereits die Trennung der Altstoffe, wie Altpapier und Kartonagen mit 2.733 Tonnen, Altglas mit 951 Tonnen, Dosen mit 158 Tonnen oder Kunststoffe und Gelber Sack mit 368 Tonnen. Die Menge an gefährlichen Problemstoffen ist um 4,8 Prozent auf 121 Tonnen oder 2,9 kg pro Einwohner gestiegen.

Die Menge an Restmüll ist mit 5.714 Tonnen, oder 134 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr fast unverändert und nur um 3,5 Prozent gestiegen. Die Sperrmüllmenge hat sich hingegen um 215 Tonnen, oder 12,1 Prozent, auf 1.994 Tonnen gesteigert. Diese Mengen werden einer thermischen Verwertung in Dürnrohr zugeführt. Dabei sei laut Mayerhofer von Bedeutung, dass die Sperrmülltrennung sehr gut funktioniert. So konnten 1.725 Tonnen Altholz, 378 Tonnen nicht lizenzierte Agrarfolien und 774 Tonnen Eisenschrott bei den Altstoffsammelzentren getrennt erfasst und einer Wiederverwertung zugeführt werden.

Illegale Ablagerungen deutlich gestiegen

Unerfreulich ist die Steigerung der Sammelmenge bei den sonstigen Stoffen auf 7,2 Tonnen, die sich somit mehr als vervierfacht hat. Dabei handelt es sich um die Sammlung von zum Beispiel Flachglas oder Magnetbändern und die Entsorgung illegaler Ablagerungen, wie etwa Autoreifen. Diese können dann nicht mehr herausgetrennt werden, wie Mayerhofer erklärt. Über die Biotonne wurden 2019 2.005 Tonnen gesammelt, 5,1 Prozent mehr als 2018. Die Eigenkompostierung hat im Bezirk aber noch Vorrang.