Disko-Schreck sitzt für sieben Monate ein. „Wenn sie mit ihrer Partie auftaucht, dauert es keine 20 Minuten und es geht rund “, sagt Diskochef über weiblichen Rüpelgast.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:00)
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Der Ruf einer streitbaren Frau eilt einer 34-Jährigen aus Allentsteig voraus: „Wenn sie mit ihrer Partie auftaucht, dauert es keine 20 Minuten und es gibt Zores. Es geht rund und scheppert. Mein Personal fürchtet Sie, und will Sie nicht mehr bedienen“, schildert ein Diskotheken-Betreiber aus dem Bezirk Gmünd im Zeugenstand.

Beim letzten Besuch der 34-Jährigen und ihrer Gefolgschaft aus jüngeren Mädchen und Burschen, sei unter anderem der Spiegel in der Damentoilette zu Bruch gegangen, und es sei zu einem handfesten Gerangel der Gruppe rund um die Allentsteigerin mit einer anderen Clique gekommen, schildert der Lokalchef seufzend.

Faustschlag und Tritte

Bilanz des Getümmels: Die 34-Jährige habe mehrere Personen an den Haaren gerissen und unsanft zu Boden gebracht, und einer 27-Jährigen mit einem Faustschlag zwei Schneidezähne angeknackst.

Ein 26-jähriger Bursche, der zwischen die Fronten geriet und einen Faustschlag und Tritt von einem 23-Jährigen aus Weitra abbekam, erlitt einen Bruch des Augenhöhenbodens.

Die achtköpfige Beschuldigtenriege gab sich vor Gericht redefaul. Lediglich die 38-Jährige gab einige Gewaltausrutscher, aber nur in Notwehr, zu.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren blieben die Allentsteigerin und ein 23-Jähriger aus Weitra übrig: Der Waldviertler wurde wegen Körperverletzung zu sechs Monaten bedingt verurteilt. Für die einschlägig vorbestrafte Allentsteigerin setzte es sieben Monate hinter Gittern. Der Rest der Truppe wurde freigesprochen. Alle Urteile sind rechtskräftig.