Alkolenkerin: „Hab de Kurven net dapackt!“. Promillefahrerin (73) baute Unfall, bei dem Beifahrer verletzt wurde. Urteil: 1.300 Geldstrafe und vier Monate auf Bewährung.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 29. Februar 2020 (09:58)
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Ein Ausflug am 1. Juni vergangenen Jahres mit einem Bekannten nahm für eine 73-jährige Witwe aus dem Bezirk Zwettl ein folgenschweres Ende: Die Rentnerin hatte im Gemeindegebiet von Schönbach die Herrschaft über ihren Wagen verloren, war über die Böschung gefahren und mit dem Auto gegen einen Baum geprallt.

„Wir wollten einen Ausflug ins Solebad unternehmen. Ich hab‘ die Strecke nicht gekannt. Es waren so viele, scharfe Kurven und i hab‘ es nicht mehr dalenkt, net dapackt. Auf einmal sind wir schon drinnen im Wald gelandet“, schilderte die 73-Jährige vor Gericht den Unfallhergang. Ihr Beifahrer habe noch gemeint „Fahr langsamer in die Kurven“, aber da sei es schon zu spät gewesen.

Ja, bekannte die Rentnerin, vor der Ausfahrt habe man etwas getrunken.: „Es war ja so heiß. Aber ich habe mich nicht betrunken gefühlt.“

„Sie hatten ein Promille im Blut“, stellte die Richterin klar.

„Es tut mir furchtbar leid“, beteuerte die Waldviertlerin. Vor allem, dass ihr Begleiter schwer verletzt (erlitt einen Bruch des Brustbeins) worden sei. Die weiteren Folgen: „Der Wagen war ein Totalschaden. Ich hatte das Auto erst drei Monate und lange darauf gespart. Jetzt brauche ich es nicht mehr, der Schein ist weg“, erklärte die Rentnerin seufzend.

Die bislang unbescholtene Waldviertlerin wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu vier Monaten auf Bewährung undeiner unbedingten Geldstrafe von 1.300 Euro verurteilt. Nicht rechtskräftig.