Jäger wird der neue Jäger-Chef im Bezirk Zwettl. Manfred Jäger wird ab 1. November Bezirksjägermeister, Willi Renner wurde zum Stellvertreter gewählt.

Von René Denk. Erstellt am 10. Oktober 2019 (05:21)
René Denk
Bei der Wahl des neuen Bezirksjägermeisters: Gottfried Kernecker, Manfred Jäger, Sylvia Scherhaufer, Willi Renner und Albin Haidl.

Der Name ist leicht zu merken: Die Wahl des neuen Bezirksjägermeisters fiel auf den bisherigen Stellvertreter Manfred Jäger.

Nach 18 Jahren muss der amtierende Bezirksjägermeister Gottfried Kernecker aus dem Amt scheiden. Die Wahl zu seinem Nachfolger fand am 2. Oktober im Gasthaus Haider in Rudmanns unter dem Vorsitz von Landesjägermeister-Stellvertreter Albin Haidl statt.

Weitere Wahlvorschläge neben Manfred Jäger gab es nicht und so wurde dieser von 22 Hegeringleitern und Delegierten zum NÖ Jagdverband einstimmig gewählt. Jäger wird vorbehaltlich der Zustimmung des NÖ Jagdverbandes am 1. November sein Amt offiziell antreten können. In seiner Antrittsrede forderte Jäger seine Waidmänner dazu auf, gut zusammenzuarbeiten. Die sich schnell verändernden Anforderungen der Gesellschaft würden sich auf die Jagd wesentlich auswirken.

Mehr Sensibilität bei Wildschäden in Zukunft

Die Digitalisierung, wie die elektronische Jagdkarte oder eine Handy-App, mit der Jäger jederzeit auf Jagdverbandsinformationen zugreifen können, verändern das Jagdwesen genauso, wie die Technologisierung, wo man beispielsweise den seit kurzem erlaubten Schalldämpfer zur Schonung des Gehörs einsetzen darf. Gegen die zunehmende Naturverfremdung der Gesellschaft müsse man genauso vorgehen: „Viele Junge nehmen heute keine Zusammenhänge in der Natur mehr wahr. Unser Ansinnen muss es sein, Aufklärung und Weiterbildung zu betreiben, in die Schulen zu gehen oder Waldlehrgänge anzubieten“, meinte der neu gewählte Bezirksjägermeister.

Als große Herausforderungen für die nächsten Jahre sieht Jäger neben den Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels die Erderwärmung: „Künftig werden wir im Forstbereich Wildschäden sensibler behandeln müssen“, meint der künftige Bezirksjägermeister. Aber auch die afrikanische Schweinepest und der weitere Umgang mit dem Wolf zählt der Bezirksjägermeister zu den Herausforderungen.

Bei der Wahl des Bezirksjägermeister-Stellvertreters gab es ebenfalls nur einen Vorschlag, nämlich Willi Renner. Und auch Renner wurde einstimmig in diese Funktion gewählt.

Sylvia Scherhaufer, Generalsekretärin des NÖ Jagdverbandes, betonte im NÖN-Gespräch die Besonderheiten des Jagdbezirkes Zwettl. Sehr viele Reviere und die kleinstrukturierte Landwirtschaft seien herausfordernd. Mit dem Truppenübungsplatz (TÜPl) Allentsteig, der auch den Ausgangspunkt der Wölfe in Österreich darstellt, komme dem Bezirk zusätzliche Bedeutung zu. „Wo der Bezirk in Niederösterreich auch ganz vorne dabei ist, ist die Öffentlichkeitsarbeit bei den Kindern. Da wird hier vorbildlich gearbeitet“, lobte Scherhaufer die vielen Aktionen der Jäger zur Aufklärung und Weiterbildung im Bezirk.