Maibäume im Bezirk Zwettl mit Einfallsreichtum. Brauch Anfang Mai wurde im Bezirk Zwettl trotz Coronapandemie vielerorts umgesetzt. Die NÖN hat die Bilder.

Von Friedrich Schiller, Reinhard Hofbauer, Franz Pfeffer und Adelheid Kamin. Erstellt am 04. Mai 2021 (19:39)

Da aufgrund der Covid 19 Verordnung große Menschenansammlungen verboten sind, musste man kreativ sein, um die Tradition des Maibaumes weiterleben zu lassen. Die Dorfgemeinschaft Kasbach-Mittelberg rief kurz entschlossen zu einer Maibaumchallenge auf, und alle Dorfbewohner machten mit.

Punkt 19 Uhr läutete die Dorfglocke von Kasbach das Maibaumsetzen ein. Alle Bewohner standen vor ihren Häusern bereit und dann hallte das Kommando, gegeben von Franz Feßl, durchs Dorf. Ein dreimaliges „Hoo Ruck“ und die Bäume waren gesetzt. Jetzt mussten sie nur noch verankert werden. Nun steht vor jedem Haus in Kasbach und Mittelberg ein individuell gestalteter Maibaum. Sogar die jungen Häuslbauer, die gerade das Fundament ihres Eigenheimes fertig haben, setzten sich einen Maibaum.

Aber auch in Dreihöf wurde vor jedem Haus ein Baum gesetzt. Hier wurde jedoch in der Nacht, heimlich still und leise nach altem Brauch, ein Maibaum gestohlen (einen Maibaum darf nur jemand stehlen, der selbst einen aufgestellt hat). In Kainrathschlag haben sowohl Familie Unger mit Familie Schneider sowie die Familien Hahn, Stiedl, Jungwirth mit Robert Schneider und Sepp Hahn gemeinsam Maibäume aufgestellt.

Auch im restlichen Bezirk sichtete die NÖN Maibäume, unter anderem in:

Merkenbrechts: Die Mädels und Burschen der Jugend Merkenbrechts überraschten heuer das erste Mal alle ihre Unterstützer der letzten Jahre mit einem schön geschmückten Maibaum. In kleinen Gruppen zu je 2-3 Personen, natürlich unter Einhaltung aller Corona Richtlinien, wurden 15 Bäumchen vor den jeweiligen Häusern aufgestellt. Natürlich hat auch die Frau Bürgermeister Silvia Riedl-Weichselbraun diese traditionelle Anerkennung erhalten. Wie schon einige Male zuvor war die Frau Bürgermeister voll des Lobes über das Engagement und den Zusammenhalt der Jugend Merkenbrechts.

Thaua: Um das Brauchtum auch in Zeiten der Pandemie aufrecht zu erhalten, wurde von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Thaua im kleinen Rahmen ein Maibaum aufgestellt. Unter strenger Einhaltung der OVID 19 Maßnahmen, erfolgte die Aufstellung des Maibaumes in traditioneller Weise ohne maschinelle Mithilfe. Mit über 20 Metern Länge ist der Maibaum ein von weiten sichtbares Brauchtumszeichen.

Reinsbach: Trotz der Pandemie und den momentanen COVID 19 Maßnahmen, möchte die Jugend von Reinsbach mit einem traditionell geschmückten Weihnachtsbaum, umfunktioniert als Maibaum, das Brauchtum des Maibaumaufstellens weiterleben lassen. Mit einem dreifachen Hoch wurde auf diese Weise dem Ortsvorstand, dem Rauchfangkehrmeister und der Bevölkerung von Reinsbach ein herzliches Dankeschön für das überaus gute Ortsklima zum Ausdruck gebracht.

Allentsteig Apotheke: Auch heuer wieder wurde vor der Apotheke Allentsteig von Frau Mag. pharm. Alice Ranftl ein liebevoll dekorierter Maibaum, mit besinnlichen Dankeszeilen, aufgestellt. Dies soll ein wenig zum Nachdenken anregen.