Bezirk Zwettl: Regeln missachtet, Teststraßen starten. Bezirkshauptmann Michael Widermann ortet Missachtungen der Schutzregeln und warnt vor verzögerten Lockerungen im Bezirk.

Von Markus Füxl. Erstellt am 27. Januar 2021 (03:50)
Zahl der Neuinfektionen geht deutlich zurück (Symbolbild)
APA/AFP

Das Infektionsgeschehen ist noch immer hoch: Die 7-Tage-Inzidenz, die Neuinfektionen in ein Verhältnis zur Einwohnerzahl setzt und vergleichbar macht, bewegte sich zu Redaktionsschluss im Vergleich zur Vorwoche nur leicht nach unten und lag zum Wochenbeginn mit 242 immer noch niederösterreichweit auf Platz eins. Innerhalb der vergangenen Woche haben sich 102 Menschen im Bezirk infiziert.

Bezirkshautpmann Michael Widermann zieht ein ernüchterndes Zwischenfazit: „War der Bezirk Zwettl am Anfang bei der ersten Welle und später zu Beginn der zweiten Welle nur schwach bis mäßig betroffen, so hat sich das mittlerweile geradezu ins Gegenteil verkehrt.“ Widermann sei sich bewusst, dass der lange Lockdown als Erschwernis wahrgenommen werde. Grund nachzulassen, sei das aber keiner. Immer wieder beobachte die BH Vorfälle, wo „durch eklatante Missachtung der einfachsten Schutzregeln Situationen herbeigeführt werden, die ein enormes Risiko für die Weiterverbreitung der Infektion darstellen“, sagt Widermann. Der Bezirkshauptmann warnt vor einer eingetretenen Gleichgültigkeit: „ Dieses traurige Alleinstellungsmerkmal könnte dazu führen, dass gewisse Lockerungen gerade im Bezirk Zwettl später als in anderen Bezirken greifen könnten.“

Fixe Teststraßen starten

Ab 1. Februar bestehen im Zwettler Bezirk fixe Angebote auf kostenlose Antigen-Tests (siehe Infobox).: Zwischen Montag und Sonntag besteht insgesamt 35 Stunden lang die Möglichkeit zum Antigentest.

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