Hartl Haus: Arbeiten an Millionenprojekt stehen still. Hartl Haus stoppt Produktion und Montage am Werksstandort in Echsenbach. Gesundheit der 300 Mitarbeiter, Kunden, Partner und Lieferanten steht an oberster Stelle.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. März 2020 (08:50)
„Wir setzen mit dem Stopp unserer Produktion und Montage Maßnahmen, um Menschenleben zu retten", sagt Hartl Haus-Geschäftsführer Yves Suter.
Hartl Haus

„Wir setzen mit dem Stopp unserer Produktion und Montage Maßnahmen, um Menschenleben zu retten. Als Gesellschaft haben wir eine Verpflichtung gegenüber jenen, die sich selbst nicht schützen können - unseren Eltern, Großeltern und Menschen gegenüber, die eventuell durch Vorerkrankungen vom Leben schwer geprüft wurden. Jetzt an Produktions-, Umsatz- und Verkaufszahlen und Terminplanungen festzuhalten, ist der falsche Weg“, bekräftigt Geschäftsführer Yves Suter seine Entscheidung.

Eröffnungsfeier ist noch nicht sicher

Die aktuelle Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Fertigstellung der neuen Produktionsanlage. Mit Mitte Mai dieses Jahres war sie gemeinsam mit der Eröffnung der neuen Bautischlerei am Werksstandort in Echsenbach geplant. 5,7 Millionen Euro werden hier vom Betrieb investiert. Ein Großteil der Arbeiten ist erfolgt und Teilbereiche der Bautischlerei sind bereits fertig gestellt. Mit den Corona-Schutzmaßnahmen sind diese Arbeiten nun aber auf Eis gelegt.

Ob die große Eröffnung des Produktionsbereiches mit dem gleichzeitig stattfindenden „Tag der offenen Tür“ wie geplant am 16. Mai stattfinden wird, kann Hartl Haus zurzeit noch nicht sicher beantworten. „Wir waren bereits in den letzten Zügen zur Fertigstellung unseres neuen Produktionsbereiches, die Planung der großen Eröffnungsfeier war bereits am Laufen. Wir müssen sehen, was die Zeit bringt“, sagt Yves Suter.

Homeoffice funktioniert

Das Kurzarbeitsmodell wird aktuell von einem Großteil der rund 175 Arbeitern und 115 Angestellten in Anspruch genommen. Ein Teil des Teams im Angestellten-Bereich arbeitet im Homeoffice daran, den Betrieb auch nach der Krise wieder starten zu können. So ist die Hotline für Fragen und Informationen unter 02849/8332-999 und info@hartlhaus.at zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar. Weitere Teams im Angestellten-Bereich nutzen die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.

„Ein Betrieb mit 300 Mitarbeitern und einem Volumen von 300 Hauseinheiten, eigenen Tischlereiprodukten wie Möbeln, Fenstern, Stiegen, Türen kann natürlich nicht von einem von den anderen Tag stillstehen. Viele Schnittstellen, Projekte und Planungsarbeiten können im Homeoffice betreut werden. Das ist notwendig und wichtig, um nach dieser herausfordernden Zeit wieder voll durchstarten zu können“, sagt Yves Suter.

Firmeninternes Soziales Netzwerk  sorgt für Kontakt

Mit dem digitalen firmeninternen sozialen Netzwerk „Yammer“ bleiben die rund 300 Mitarbeiter im ständigen Kontakt untereinander. Hartl Haus hat hier bereits vor circa zwei Jahren begonnen, einen Teil der internen Kommunikation über das Tool von Microsoft Office 365 zu spielen.

„Wir sehen nun den großen Vorteil der digitalen Kommunikation. In Yammer können wir alle Mitarbeiter über die neuesten Entwicklungen am Laufenden halten und uns untereinander austauschen. Genauso können wir an so manchen persönlichen Problemen und Sorgen unserer Kollegen teilhaben, aber natürlich hat auch auf hier Spaß seinen Platz. Auch ohne die Möglichkeit physisch in Kontakt zu sein, verlieren wir uns mit diesem Werkzeug nicht aus den Augen“, erklärt der Geschäftsführer.

Der Geschäftsführer blickt aber zuversichtlich in die Zukunft. "Wir geben unser bestes, als Teil der Gesellschaft mit unseren Schutzmaßnahmen diesen Virus einzudämmen. Die aktuelle Situation ist für uns alle eine Bewährungsprobe, aber ich bin sicher, dass wir diese schaffen.“