Pflegeheim St. Martin und Rotes Kreuz impfen. Im Pflegeheim St. Martin wird seit 19. Jänner geimpft. Am Donnerstag sollen 140 Mitarbeiter des Roten Kreuzes Dosis erhalten.

Von Markus Füxl. Erstellt am 20. Januar 2021 (03:12)
Pflegeleiterin Ilse Böhm und Impfkoordinatorin Karin Ritter nahmen die Impfdosen entgegen.
privat

Die Impfungen im Bezirk Zwettl gehen weiter: Am Dienstag und Mittwoch wurden Heimbewohner und Mitarbeiter im Pflegeheim St. Martin geimpft.

Der Impfstoff wurde am Montag von Wien-Brigittenau bei minus 75 Grad Celsius in einem Spezialkühler geliefert. Später wurden die Dosen aufgetaut und in Thermoboxen bei Kühlschranktemperatur zwischengelagert. Heimleiter Franz Oels ist stolz und erleichtert, dass im Pflegeheim St. Martin eine breite und lang ersehnte Immunisierung gegen Covid-19 möglich ist: „Wir werden in eine gute Zukunft gehen. Im besten Fall lernen wir von der Krise und werden den ganz normalen Alltag in absehbarer Zeit wieder viel mehr schätzen und achten!“

Auch im Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Zwettl wurden die Spritzen wieder aufgezogen: Seit Dienstag erhalten die 69 Bewohner und Mitarbeiter, die Ende Dezember als erste im Bezirk Zwettl geimpft wurden, innerhalb von drei Tagen ihre zweite Dosis. In einer zweiten Tranche wurden außerdem vor kurzem 43 weitere Personen erstmals geimpft, nächste Woche werden weitere 24 geimpft. Rund 140 Personen aus dem PBZ werden dann immun sein. Die Bereitschaft unter den Bewohnern ist mit 95 Prozent erfreulich hoch, bei den Mitarbeitern liegt sie bei etwa 50 Prozent, erklärt Leiter Andreas Glaser: „Ich bin zufrieden, wie es läuft.“ Er selbst erhält in diesen Tagen ebenfalls seine zweite Dosis. Nebenwirkungen außer vereinzelte Müdigkeit gab es bisher keine, einzig zwei Bewohner hatten einen Tag lang leichtes Fieber.

Rotes Kreuz ist vorne dabei

Eine erfreuliche Botschaft kann Manfred Ehrgott, Bezirksstellengeschäftsführer des Zwettler Roten Kreuz vermelden: Am Donnerstag erhalten Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Bezirksstellen Zwettl und Allentsteig eine Impfung: „Wir hoffen auf 140 Personen. Das ganze soll innerhalb von zwei Stunden erledigt sein“, sagt Ehrgott.

Die Kapazitäten dürften kurzfristig frei geworden sein, insgesamt erhalten Mitarbeiter des Roten Kreuz in vier Bezirken in Niederösterreich erste Impfdosen: „Üblicherweise sind wir mit Zwettl im Alphabet immer hinten. Ich freue mich, da einmal ganz vorne mit dabei zu sein“, sagt Ehrgott. Für ihn bedeutet die Impfung einen ersten Schritt in Richtung Normalität: „Das ist ein Etappenstein. Es kann nur besser werden.“