Auch im Bezirk Zwettl: Weiter warten auf Gottesdienste. Pfarren halten keine Messen ab. Wie es nach 6. Dezember aussieht, bleibt unklar.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:05)
Florian und Sara Schwarzmann freuen sich schon auf das Feiern rund um den Adventkranz.
privat

Auch die Kirchen sind vom erneuten Lockdown betroffen. Die Gottesdienste wurden ausgesetzt, zumindest bis zum 6. Dezember. Wie im Frühjahr werden die Kirchen trotzdem für das persönliche Gebet offen bleiben.

„Bei zehn Leuten müsste garantiert jemand draußen stehen gelassen werden. Wer bestimmt dann, wer geht und wer nicht. So etwas mache ich garantiert nicht.“Dechant Andreas Bühringer

Dechant Andreas Bühringer sagt: „Was genau nach dem 6. Dezember passieren wird, weiß ich noch nicht. Ich hoffe aber doch, dass auch größere Gottesdienste wieder stattfinden können“, sagt er. Die endgültigen Richtlinien würden immer sehr kurzfristig bei ihm eintreffen, normalerweise zwei Tage vorher. „Wie müssen jetzt abwarten, wie sich die Infektionszahlen entwickeln und wie weit sie zurückgehen“, meint der Dechant.

Aktuell gibt es bei ihm keine Gottesdienste, obwohl sie im kleinen Rahmen erlaubt wären: „Bei zehn Leuten müsste garantiert jemand draußen stehen gelassen werden. Wer bestimmt dann, wer geht und wer nicht. So etwas mache ich garantiert nicht“, schildert Bühringer.

„Es geht um die Gesundheit. Da gibt es keine Alternativen“, erklärt der Pfarrer von Großgöttfritz, Thomas Tomski. Die einzige Außnahme seien Begräbnisse, die natürlich nicht aufgeschoben werden können. Diese werden allerdings auch nur im kleinen Rahmen mit allen Einschränkungen abgehalten.

Sorgen um Liturgie halten weiter an

Die Sorgen um die Weihnachtsliturgie halten an. Mehr wird man allerdings erst in ein paar Wochen wissen.

„Die Bestimmungen ändern sich immer so rasch. Man kann jetzt unmöglich vorausplanen, doch irgenwie werden wir Weihnachten garantiert feiern“, meint Tomski. Eventuell könnte die Liturgie zu Weihnachten online gestreamt werden, eine Lösung die auch schon zu Ostern angewandt wurde. „Das hängt aber alles von der Situation nach dem Lockdown ab.“

Mit der Coronasituation werden viele Pfarren erfinderisch. So können sich die Familien der Kinder in den Pfarren Zwettl, Marbach und Großglobnitz jeden Sonntag ein Symbol von der Kirche abholen und fertige Unterlagen für eine Feier zu Hause rund um den Adventkranz. „Zusätzlich haben wir auch einen Teil der Comic-Bibelgeschichte für Weihnachten vorbereitet“, schildert Schwester Karina Beneder.