Die Pläne der Kandidaten in Schweiggers. Wer sind die Spitzenkandidaten in Schweiggers zur Gemeinderatswahl? Wofür stehen sie? Was sind ihre Visionen für die Stadt?

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Januar 2020 (15:20)

Ihre Bilanz: Wie hat sich Schweiggers in den vergangenen fünf Jahren entwickelt? Und wo soll Schweiggers in 20 Jahren stehen?

Josef Schaden, ÖVP: Ich denke unsere Gemeinde hat sich wunderbar entwickelt. Unsere Vereine beleben die Dörfer und die Qualität unserer Betriebe wird überregional gelobt. Wir haben Wohnraum für Jung und Alt geschaffen und die ersten Orte wurden an das Glasfasernetz angeschlossen. Auch unser Wegenetz wird laufend saniert und erneuert. In Schweiggers wird ein Miteinander gelebt, darum unser Motto: Wir sind Schweiggers!

Andreas Pock, SPÖ: Veränderungen im Waldviertel gestalten sich recht schwierig, so auch in Schweiggers. Das betreute Wohnen wurde eröffnet und es wurde mit dem Breitband Ausbau begonnen, Baugründe wurden erschlossen. In 20 Jahren sollte sich die Gemeinde soweit entwickelt haben, dass der öffentliche Verkehr besser funktioniert und alles andere ebenfalls was jetzt noch zu Problemen führt wie das Mobil Netz.

Niko Steinberg, FPÖ: In den letzten fünf Jahren haben unsere Bürgermeister gute Arbeit geleistet, aber es gibt noch viel zu tun! Wir alle haben für die Gemeinde vollen Einsatz geleistet. Für die Zukunft wünsche ich mir eine bunte Gemeinde wo ein „Zusammen“ im Vordergrund steht und nicht wie bisher die Parteifarbe. Ich will die Infrastruktur stärken, damit unsere Kinder auch hier eine Zukunft haben.

Was sind die ersten Vorhaben, denen sich die Schweigginger Politik nach der Wahl widmen sollte?

Schaden: Schweiggers ist sehr aktiv und lebendig. Wir werden unseren bisherigen Kurs beibehalten. Der Breitbandausbau wird voranschreiten, wir werden weiterhin attraktive Bauplätze zur Verfügung stellen und auch Eigentumswohnungen bauen. Weiters wollen wir die Nahversorgung und unsere Betriebe stärken - Vereine, Dörfer und Dorfgemeinschaften fördern. Doch am wichtigsten sind mir persönlich die Kinder und die Jugend. Unser „Campus Schweiggers“ bietet eine Top-Ausbildung, darum werden wir hier auch in Zukunft investieren.

Pock: Die Veränderung im öffentlichen Verkehr sollte ab dem ersten Tag vorrangig behandelt werden. Das es Anbindungen bis in die kleinsten Orte geben sollte, ist für mich eine Selbstverständlichkeit, als Beispiel dient hier Vorarlberg, wo dies wunderbar funktioniert.

Steinberg: Die Sicherheit für unsere Kinder und Senioren liegt mir sehr am Herzen. Sichere Straßenübergänge sind leider mangelhaft, genau wie das Hochwasserprojekt, das sich seit Jahrzehnte schleppt! Punkte sind: Unterstützung aller Bauern und Firmen in Schweiggers, denn wir brauchen Arbeitsplätze für unsere Kinder und auch um wieder das Leben am Land für die Jugendlichen attraktiver zu machen, Erleichterungen für Jungfamilien und Senioren, leistbares Wohnen, Unterstützung bei der Jobsuche für Studienabsolventen.

Warum soll man am 26. Jänner Ihrer und nicht einer anderen Partei die Stimme geben?

Schaden: Weil wir dafür sorgen, dass in unserer Gemeinde das Leben so gut weitergeht wie bisher. Jeder kennt unsere Kandidaten und diese kennen unsere Wähler. Daher wissen wir genau wo wir ansetzen müssen.

Pock: Weil meine Partei dazu beitragen könnte, neue Wege aufzuzeigen und vielleicht auch neue Ideen hat welche allen zu gute kommen.

Steinberg: Ich spreche und packe auch unangenehme Sachen an. Bei wichtigen Entscheidungen möchte ich die Bürger vermehrt einbinden: Direkte Demokratie!

Welches Wahl-Ergebnis würden Sie für Ihre Partei als Erfolg werten?

Schaden: Wir möchten eine klare Mehrheit für Schweiggers, damit wir auch die nächsten Jahre gut arbeiten können.

Pock: Ich würde es als Erfolg sehen, wenn meine Partei mit zwei Mandaten vertreten wäre und für die Gemeinde wäre es ein Gewinn, wenn Rudolf Bauer mitwirken könnte.

Steinberg: Ein Einzug in den Gemeinderat wäre ein Erfolg.

Falls es nach dem 26. Jänner keine Partei mit absoluter Mehrheit gibt: Welche Rolle soll ihre Fraktion in der Gemeinde spielen?

Schaden: Alle wissen, dass wir in Schweiggers immer gut gearbeitet haben und ich bin mir sicher, dass die Wähler uns weiterhin das Vertrauen schenken.

Pock: Diese Frage ist in Schweiggers zur Zeit nicht denkbar, jedoch sollte die SPÖ eine Partei sein die sich für die anders denkenden und handelten Personen in der Gemeinde stark macht.

Steinberg: Ich möchte ein Miteinander im Gemeinderat. Eine neue Kraft bringt neue Sichtweisen- auch in der Politik kann man betriebsblind werden.