Konzert zum dahinschmelzen. Stehende Ovationen im Gasthaus Klang beim Neujahrskonzert.

Von Maria Moll. Erstellt am 20. Januar 2020 (21:13)
Zur Gestaltung des 13. Neujahrskonzerts in Echsenbach trugen Dirigent Alfred Eschwé, Koloratursopranistin Maria Nazarova und Konzertmeister Alexander Gheorghiu (vorne, Mitte, von rechts) maßgeblich bei. Bürgermeister Josef Baireder, Bezirkshauptmann Michael Widermann und NR-Abgeordneter Lukas Brandweiner (von rechts) ließen sich von der herrlichen Musik begeistern.
Maria Moll

Bürgermeister Josef Baireder begrüßte im Saal des Gasthauses Klang zum 13. Neujahrskonzert des Tonkünstler-Orchesters NÖ.

Dirigent Alfred Eschwé erinnerte nach seiner Begrüßung an besondere Auftrittsorte der Tonkünstler wie den Musikverein Wien, das Festspielhaus St. Pölten und den Wolkenturm in Grafenegg. „Aber wir haben noch nie in einem Saal wie diesem gespielt. Das ist einfach ein Klang-Raum.“ Mit viel Humor zog der seit Jahrzehnten an der Wiener Volksoper verpflichtete, und regelmäßig Gastspiele im Ausland gebende Dirigent die Aufmerksamkeit des Publikums an.

Besondere Auftritte bot die in der ehemaligen Sowjetunion geborene Sopranistin Maria Nazarova, die aktuell zum Ensemble der Wiener Staatsoper zählt. In großer Robe und mit großartiger Stimme begeisterte sie das Publikum. Der „Kusswalzer“ von Luigi Arditi, eine mit deutlicher Entschlossenheit vorgetragene Arie der Marketenderin Marie aus Gaetano Donizettis Oper „La fille du régiment“ – „Die Regimentstochter“ – oder „Ich sing mein Lied im Regen und Schnee“ klangen wie eigens für die Künstlerin mit großem Stimmumfang geschrieben.

Gespielt wurden Polka und Walzer-Melodien

Instrumental durfte ein kleiner Gruß an den musikalischen Jahresregenten Ludwig van Beethoven, der vor 250 Jahren geboren wurde, nicht fehlen – der dritte Satz aus der Symphonie Nr. 3 – „Eroica“.

Richtige Ohrwürmer waren die Polkas von Komponisten der sogenannten Strauss-Dynastie. Eschwé als profunder Kenner der Strauss-Melodien bürgte für deren anspruchsvolle Aufführung. Als einen der schönsten Walzer bezeichnete er zu Recht „Sphärenklänge“ von Josef Strauss. Auch kleine Ausflüge zu Rhythmen mit spanischen Kastagnetten waren zu hören. Bei den zwei Zugaben war der „Radetzky-Marsch“ gleichsam Pflicht. Die Zuhörer dankten mit Standing Ovations.