Getreidezüchter hinterlässt Spuren. Konrad Schulmeister legte die Basis für die Sortenvielfalt am Edelhof.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Januar 2020 (21:16)
Konrad Schulmeister hinterlässt als Getreidezüchter weit über Österreich hinaus seine Spuren.
F: privat

Getreidezüchter Konrad Schulmeister ist verstorben. Durch sein Wirken wurde die Saatzucht am Edelhof zu einem internationalen Getreidezuchtbetrieb.

Schulmeister wurde am 15. November 1933 in Blumau bei Etzen geboren und hatte während seiner Ausbildung in Edelhof das erste Mal Kontakt mit der Getreidezüchtung. 1951 wurde er als Hilfskraft unter dem früheren Saatzuchtleiter und Pflanzenbaulehrer beziehungsweise späteren Schuldirektor Johann Boden angestellt.

Ab 1954 war Schulmeister als Assistent in der Saatzucht und als Lehrkraft in Edelhof tätig. Er begann als Autodidakt und mit bescheidenen Mitteln mit der Erhaltungszüchtung der Landsorte „Edelhofer Winterroggen“ und entwickelte daraus in beeindruckender Weise die heutige Saatzucht Edelhof.

Von 1979 bis zum Übertritt in den Ruhestand 1997 war Schulmeister verantwortlicher Leiter der Saatzucht Edelhof. Auch danach blieb er der Züchtung durch seine Tätigkeit im Verein zur Förderung der Mohn- und Getreidezüchtung treu erhalten. Bis 2009 beschäftigte sich Schulmeister weiterhin mit züchterischen Projekten, bis er mit 76 Jahren schweren Herzens Abschied von seinem Edelhof nahm.

Viele Neuzulassungen fallen in den Zuständigkeitsbereich von Konrad Schulmeister. Darüber hinaus legte Schulmeister die Basis für die Selektion vieler weiterer Sorten in allen am Edelhof bearbeiteten Getreidearten. Von den Anfangszeiten, in denen er nahezu alleine am Feld und in den Büchern tätig war, entwickelte sich der Personalstand zu sechs Mitarbeitern bis zu seiner Pensionierung.