20 Jahre Caritas Recycling Werkstatt Zwettl gefeiert

Ein erfolgreiches Jubiläum wurde am 15. Oktober gefeiert: Die Caritas St. Pölten bietet seit 20 Jahren mit dem Recycling Betrieb in Zwettl Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen. Dort werden unter anderem Gewebereste aus der Airbagproduktion weiterverarbeitet. Bei einem Rundgang präsentierten die Mitarbeiter den Besuchern ihren Arbeitsplatz.

Erstellt am 17. Oktober 2021 | 15:04

Vor zwei Jahrzehnten entstand in Zwettl die erste Recycling Werkstatt der Caritas. Die Idee, für Menschen mit Beeinträchtigungen betreute Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig aus nicht mehr benötigten Materialien Wiederverwertbares zu machen, kam gut an. Startete man 2001 mit 15 Mitarbeitern, konnten inzwischen Arbeitsplätze für 29 Mitarbeiter mit Behinderung sowie sechs Arbeitsbegleiter geschaffen werden. Neben der Wertstoffaufbereitung führen die Mitarbeiter der Caritas Recycling Werkstatt auch Auftrags- und Außenarbeiten in regionalen Firmen aus.

356 Tonnen Material pro Jahr bearbeitet

Organisiert ist die Arbeit in der Recycling Werkstatt in vier Abteilungen. Hier werden Garne von Kartonspulen getrennt und zu Ballen gepresst. Der Karton sowie die sortenreinen Garne können so einer gezielten Wiederverwertung an internationale Industriebetriebe weitergegeben werden. Beim Airbag-Recycling werden Gewebereste aus der Airbagproduktion von Folien getrennt, verpresst und kommen so wieder in den Rohstoffkreislauf. „356 Tonnen Material werden jährlich mit 100 Lkw-Zügen angeliefert und in Zwettl bearbeitet“, erzählt Einrichtungsleiter Florian Bauer zum 20-jährigen Jubiläum. Für alle Mitarbeiter, die seit dem Start dabei sind, gab es bei der Feier Urkunden und kleine Geschenke.

Fit für den Arbeitsmarkt

Caritas Direktor Hannes Ziselsberger betonte bei der Feier: „Es ist wichtig, solche Arbeitsangebote in betrieblichen Strukturen für Menschen mit Behinderungen zu schaffen, um damit auch einen Übergang zwischen Caritas Werkstatt und Arbeit in Unternehmen zu schaffen. Daher ist es auch ein Ziel, die Mitarbeiter nach ihren Möglichkeiten auch für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen, was auch immer wieder gelingt.“ So erhielt ein Mitarbeiter bereits eine fixe Anstellung am Golfplatz Ottenstein.

ÖVP-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gratulierte zum Jubiläum: „Die Recycling Werkstatt in Zwettl ist ein besonders wertvolles Projekt, weil sie die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben mit dem Nutzen für die Umwelt durch Recycling kombiniert. Die hier tätigen Menschen gehen wichtigen und sinnvollen Aufgaben nach, zusätzlich entstehen viele soziale Kontakte."

Auch ÖVP-Nationalratsabgeordneter Lukas Brandweiner, Bezirkshauptmann Stellvertreter Matthias Krall und ÖVP-Bürgermeister Franz Mold würdigten bei einem Rundgang die Arbeit der Mitarbeiter der Caritas Recycling Werkstatt. "Ihr leistet einen wichtigen, wirtschaftlichen Beitrag. Es ist wichtig, dass es diese Einrichtung gibt", unterstrich etwa Mold.