Eine musikalische Reise. „Best of“ | Die „Zwettler Vocalisten“ gestalteten anlässlich ihres 25-jährigen Bestandsjubiläums zwei besondere Konzerte. Mit dabei waren zahlreiche Ohrwürmer.

Von Maria Moll. Erstellt am 17. Juni 2014 (11:57)
NOEN, Maria Moll
Viel Applaus erntete der Chor der Zwettler Vocalisten mit Chorleiter Joachim Adolf (r.) und dem Pianisten David Göls für seine Darbietungen im Jubiläumskonzert »Best of«.

ZWETTL / Als musikalische Reise durch die Träume eines jungen Mannes gestaltete Joachim Adolf mit seinen Zwettler Vocalisten und David Göls am Klavier zwei besondere Konzerte zum 25-jährigen Bestehen des angesehenen Chores. Am 13. und 14. Juni hielten die Musiker im Sparkassensaal Zwettl Rückschau in einem „Best of“. Dazu erzählte der Chorleiter über die Entstehung der Werke.

Das Programm brachte auch manchen Konzertbesucher zum Träumen, waren doch zahlreiche Ohrwürmer darin zu finden. Dazu gehörten Lieder von ABBA: „Money, money“ oder das international mehrfach in den Top Ten gereihte „Super trouper“, dessen Titel von der Typenbezeichnung eines speziellen Bühnenscheinwerfers kommt. Auch „Mamma mia“, im Sinne von „Meine Güte“, ist so beliebt, dass es mehr als 20 Mal von anderen Bands gecovert wurde.

Sanft im Rhythmus und gedankenvoll im Text gestalteten sich Werke von Simon&Garfunkel. „Sound of silence“, das den beiden amerikanischen Musikern einst zum Durchbruch verhalf, befasst sich mit Dunkelheit und Stille. „Bridge over troubled water“, von Paul Simon geschrieben und von Art Garfunkel gesungen, verspricht Ruhe und Trost.

Von „Moon river“ bis „Only you“

Besinnlich auch „Morning has broken“, das anfangs als gälisches Weihnachtslied gesungen wurde. Erst mit dem Text einer englischen Kinderbuchautorin machte Cat Stevens einen Hit daraus, der in deutscher Übersetzung auch in das Evangelische Gesangbuch aufgenommen wurde. Erinnerungen an die zierliche Audrey Hepburn weckte „Moon river“, sang sie dieses Lied doch im Film „Frühstück bei Tiffany“. Auch „Killing me softly“ fand in einem Film Verwendung: „About a boy“.

Ganz anderer Natur war „When I?m sixty-four“, ein Lied der Beatles. Einerseits macht es sich über Bedürfnisse lustig, die einem im Alter bevorstehen können, andererseits wirft es zwischen den Zeilen die Frage auf, ob das Alter nicht doch eher entsetzlich ist. Hinter dem meist unbekannten Titel „Java jiva“ verbirgt sich ein teils recht kurioser Liedtext, der mit „I love coffee, I love tea“ beginnt und damit gleich bekannt klingt. Dazu haben wohl Manhattan Transfer einiges beigetragen, die das Lied berühmt machten. Der Folk-Song „King of the road“ ist ein Evergreen der Country-Music. Inhaltlich befasst er sich mit einem Obdachlosen und dessen Leben. Er zeichnet das Bild einer ganzen Generation nomadisch lebender, von der Gesellschaft ausgeschlossener Menschen.

Gleichsam original, nämlich a cappella, führten die Vocalisten „Only you“ auf, einen Hit der Flying Pickets. Diese britische A-cappella-Formation entstand 1982 aus den Mitgliedern einer Theatergruppe, die auf ihrer Fahrt zum jeweils nächsten Spielort gemeinsam bekannte Lieder sangen. Die Gedanken einer jungen Frau, die sich im strengen Winter in New York ihrer fernen Heimat Kalifornien und an deren mildes Wetter erinnerte, standen am Ende des offiziellen Programmes. „California dreamin?“, der touristische Lobgesang auf den Staat im Westen der USA, gehörte zum Liedgut der Mamas&Papas.

Kernig und frisch begannen die Zugaben mit dem Fensterllied „Znachst hat ma mei Dianderl“. Sehr freundlich der Abschied mit „Goodnight, well it?s time to go“. Das Publikum dankte mit großem Applaus.