Zwettler Floriani im Hilfseinsatz. 58 Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Zwettl stehen derzeit im Hochwassereinsatz im Raum Wieselburg. Diese Floriani starteten am 19. Juli um 6 Uhr. Mit zwölf Fahrzeugen ging es in den Raum Wieselburg, wo sie der vom Hochwasser betroffenen Bevölkerung beim Auspumpen der Keller und dem Aufräumen helfen werden. Dieser Einsatz wird noch bis am Abend laufen.

Von Karin Pollak. Update am 19. Juli 2021 (12:07)

Jürgen Kellner, der Verwalterstellvertreter im Bezirksfeuerwehrkommando Zwettl, ist ebenfalls Mitglied dieses KHD-Einsatzes. „Wir stehen in Marbach an der kleinen Erlauf, in Ströbnitz und in Köchling im Einsatz. Die Keller stehen teilweise bis zur Decke unter Wasser. Alles ist voller Schlamm“, betont er im Telefonat mit der NÖN.

Die extrem starken Niederschläge in den vergangenen Tagen konnten die Felder und Wiesen nicht mehr aufnehmen und führten zu diesen Überflutungen. Verklausungen durch umgeknickte Bäume müssen ebenfalls von den Floriani beseitigt werden. „Das große Aufräumen hat begonnen“, sagt Kellner.

Nur kleinere Überflutungen im Bezirk Zwettl

Im Bezirk Zwettl gab es aufgrund der Unwetter am vergangenen Wochenende nur geringe Schäden. „Stellenweise hat es bis zu 60 Liter Regen in einer Stunde gegeben. Dadurch kam es zu leichten Vermurungen und Überflutungen. Gröbere Schäden gab es zum Glück nicht“, betont Bezirksfeuerwehrkommandant Ewald Edelmaier. In Göpfritz an der Wild war die Feuerwehr mehrmals im Einsatz, in Zwettl mussten die Floriani einige Kanaldeckel, die durch die Wassermassen ausgehoben worden sind, wieder ordentlich platzieren. In Friedersbach hat es laut Edelmaier ebenfalls kleinere Überflutungen gegeben.

In Allentsteig mussten die Feuerwehrmitglieder wiederum auf einigen Dächer, die beim Hagelunwetter am 24. Juni zerstört und in tagelangem Katastropheneinsatz mit Planen abgedeckt worden sind (die NÖN berichtete). Laut Edelmaier gingen Planen durch den Starkregen und Wind kaputt bzw. mussten neu fixiert werden. „Bis alle kaputten Dächer neu eingedeckt sind, wird es noch dauern. Daher werden uns derartige Einsätze noch länger beschäftigen“, meint der Bezirksfeuerwehrkommandant.