Neue Projekte stehen in Schweiggers an. Mit Schweigginger Sonnenscheinen können sich Bürger an Solarstromanlage der Gemeinde beteiligen. Außerdem wird im Frühjahr eine Elternhaltestelle errichtet.

Von Angelika Koll. Erstellt am 05. Dezember 2020 (04:22)
Die Dacheigner Johann Weber und Ingeborg Marchsteiner mit Sohn Dominik bei der Vertragsunterzeichnung mit Andreas Holzmüller und Bürgermeister Josef Schaden.
Gemeinde Schweiggers

In der Gemeinde Schweiggers ist so einiges los. Photovoltaik und Verkehrssicherheit stehen derzeit am Programm.

Sonnenscheine verbessern Energiebilanz

In Form von Schweigginger Sonnenscheinen können sich Betriebe und Privatpersonen an der Solarstromanlage beteiligen, die die Marktgemeinde errichten wird. Die Anlage mit rund tausend Quadratmeter Modulfläche (200 kWp Leistung) kann Strom für etwa 30 Einfamilienhäuser produzieren. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Marktgemeinde mit den Dacheignern der Gebäude Mödershöf 1 und 2.

Insgesamt werden 200 Schweigginger Sonnenscheine ausgegeben, wobei ein Anteil mit 500 Euro veranschlagt ist. Die Zinsen von 2 Prozent jährlich werden in Schweigginger-Gutscheinen ausbezahlt, die die regionale Wirtschaft stärken. Sie sind in über 30 Betrieben der Gemeinde einlösbar.

Der aus der Photovoltaikanlage gewonnene Strom wird ins Netz eingespeist und erhöht somit die regionale Wertschöpfung und die Eigenversorgung des Waldviertels mit Ökostrom. Noch dazu wird die Energiebilanz der Marktgemeinde verbessert, unabhängig von Fossil- und Atomstrom sowie Erdöl beziehungsweise Erdgas.

Bis zum 28. Februar 2021 können die Sonnenscheine erworben werden. Interesse kann bei der Marktgemeinde bekundet werden unter 02829 8234 oder gemeinde@schweiggers.gv.at.

Anregung, dass Kinder zu Fuß gehen

Eine Elternhaltestelle ist zudem von der Gemeinde geplant. Den Anlass des Projekts bildete das in der Früh und zu Mittag hohe Verkehrsaufkommen vor der Volks- und Mittelschule Schweiggers, wie Bürgermeister Josef Schaden berichtet. „Mit der Elternhaltestelle soll es dort weniger Verkehr geben und die Kinder sollen zum zu Fuß gehen angeregt werden“, erklärt er.

Die Schüler sollen also wenn sie von ihren Eltern zur Schule gebracht werden, den Rest des Weges von der Elternhaltestelle, die sich bei der jetzigen Bushaltestelle beim Lagerhaus befinden wird, bis zur Schule zu Fuß zurücklegen.

„Im Mai beziehungsweise Juni des kommenden Jahres soll die Elternhaltestelle umgesetzt werden“, sagt Schaden. Sie ist Teil des bei der Kleinregion Waldviertel Mitte eingereichten Projektes, mit dem die Gemeinde gewonnen hat. Die nötigen Umbaumaßnahmen werden aber jedenfalls von der Gemeinde finanziert. Derzeit sei man noch in Gesprächen, was sinnvoll und machbar ist, weshalb die Höhe der Kosten noch nicht genau bekannt ist.

Schaden sprach über das Projekt auch beim jährlichen Mobilitätsabend des Mobilitätsmanagements Waldviertel, der heuer online stattfand und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. An dieser waldviertelweiten Online-Veranstaltung nahmen rund 70 Mobilitätsbeauftragte teil. Es gab einen Rückblick auf die Projekte und Aktivitäten dieses Jahres und gemeinsam wurde das Arbeitsprogramm für 2021 festgelegt. So wurden etwa die Radwegeförderung des Landes und die positiven Änderungen der Bus- und Bahnfahrpläne im kommenden Jahr vorgestellt.