Göpfritz: Polizisten fanden entkräfteten und unterkühlten 76-Jährigen

Stundenlang musste eine Frau aus der Gemeinde Göpfritz an der Wild am Drei-Königstag um ihren 76-jährigen Gatten, der an Demenz erkrankt ist, bangen. Er war am Nachmittag verschwunden. Die großangelegte Suchaktion hatte Erfolg – völlig entkräftet und bei minus 3,5 Grad wurde er von Polizeibeamten gefunden. Der Mann dürfte zu diesem Zeitpunkt in akuter Lebensgefahr geschwebt sein.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 08:23
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Polizei Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, Yevhen Prozhyrko

Die Gattin meldete am 6. Jänner um 19 Uhr bei der Polizeiinspektion Schwarzenau ihren Mann als abgängig. Der demente 76-Jährige sei gegen 15.30 Uhr mit dem Auto weggefahren, um Mist wegzubringen. Zurückgekommen sei der Mann aber nicht.
Die Polizeibeamten veranlassten sofort eine Funkfahndung über die Landesleitstelle nach dem Pkw. Beamte aus Schwarzenau, Vitis, Groß Siegharts, Brunn/Wild und Horn suchten in der Dunkelheit alle Straßen und Wege ab, die der 76-Jährige öfter benützt. Dabei entdeckten Polizisten aus Schwarzenau gegen 21.20 Uhr den Mann auf einem abgelegenen Radweg. Laut Polizei saß er im Bereich Schönfeld/Richtung Groß Siegharts im Wald. Er sei entkräftet, unterkühlt und sehr schmutzig gewesen. An den Händen wies er leichte Verletzungen auf.

Die Beamten gehen davon aus, dass der Abgängige einige Zeit im unwegsamen Waldstück umhergeirrt sein dürfte, am Radweg hätte er sich dann völlig entkräftet hingesetzt. Zum Zeitpunkt seines Auffindens herrschten -3,5° Grad – der Mann schwebte also in akuter Lebensgefahr.

Mit dem Streifenwagen brachten die Polizeibeamten den 76-Jährigen in die nächste Ortschaft. Hier wurde er sofort von einem Rettungsdienst übernommen, versorgt und ins Landesklinikum Waidhofen gebracht.