Es war große Kunst in kleinen Gruppen. Bei 55 teilnehmenden Musikern überwogen diesmal Männer und Blechbläser.

Erstellt am 29. April 2014 (11:18)
NOEN, privat
Das jüngste Ensemble, welches einen ausgezeichneten Erfolg erreichte, war das Waldhornduo des Musikvereins Groß-Haselbach, Johanna Kohl und Flora Weber.
Von Othmar Zaubek

Zu einem schönen Erfolg wurde auch heuer wieder der von Bezirksjugendreferent Gerhard Zlabinger bestens vorbereitete und von ihm und seinen Töchtern Stephanie und Raphaela betreute Kammermusiktag des Blasmusikbezirkes Zwettl, für den die Volksschule Schwarzenau und der Musikverein Großhaselbach den idealen Veranstaltungsort und den ausgezeichneten Veranstaltungsrahmen boten.

In acht Holzbläsergruppen musizierten 19 Mädchen und 6 Burschen und Männer, insgesamt 25. Von den 30 Blechbläsern in gleichfalls acht Gruppen waren 4 Mädchen und 26 Burschen und Männer. Jeweils vier Gruppen stellten Großhaselbach und Scheideldorf, drei Allentsteig und zwei Echsenbach. Bewerter waren Karin Prem-Anderl aus Gaweinstal und Erich Ott aus Neulengbach.

Junge Hornistinnen waren erfolgreich

Es gab fünf Auszeichnungen und sonst ausschließlich sehr gute Erfolge. In der Gruppe der Jüngsten erwarben die beiden Hornistinnen aus Großhaselbach verdient ihre Auszeichnung. Auch die stilistisch ansprechenden jungen Blechbläser dieses Vereines erzielten eine Auszeichnung. In allen Klangfacetten begeisterte ein „Slawischer Tanz“ von Dvorak, gespielt vom „Haselbacher Holzquintett“. Barocker Zauber und anspruchsvolle gegenwärtige Originalmusik schließlich beim zweiten Blechbläserquintett.

Hervorragende Blechbläserschulung ist die Spezialität von Alexander Reisinger und seine Schüler aus Schönbach, verdienten sich vor allem mit stilvollem Schubert ihre Auszeichnung.

Die beiden weiteren Auszeichnungen gingen, wie zu erwarten war, an das Klarinettenquartett der Stadtkapelle Allentsteig, das sich mit Hingabe und Feinfühligkeit einem „Triptychon“, in Form einer dreisätzigen Suite jüdischer Musik aus dem Festbereich des Klezmer widmete, sowie an die Allentsteiger Querflöten, wo Elisabeth Bittermann mit Peter Ranftl sich mit zauberhaftem und stilgerecht interpretiertem Mozart einstellte. Erfolgreich war auch das jugendliche Posaunenduo.

Von Mozarts launigem Kegelduett bis zu originaler Bläsermusik

Besonders eifrig war Stefanie Kolm, eine Jugendreferentin, wie man sie sich nur wünschen kann, die allein drei Gruppen aus Scheideldorf vorbereitete und bei einer auch auf der Klarinette mitwirkte, von Mozarts launigem Kegelduett bis zu originaler Bläsermusik. Bestens gefielen Scheideldorfs Flötistinnen, dabei wurde ein Choral mit besonderer Gefühlskraft musiziert. Dem Flügelhorntrio gelang der Ausflug zum Krieg der Sterne. Blechbläser auch beim „Direktorium“, deren vielseitiges Programm gut gefiel.

Jüngste Teilnehmer, teils erst in der zweiten Volksschulklasse, traten bei den Querflötenensembles der Musikschulen Groß Gerungs und Zwettl an und überzeugten durch Sicherheit im Spiel und musikalisches Empfinden.

Würdiger Abschluss war Echsenbach. Vorher noch die Klarinetten dieses Vereines mit einem herrlich stilvoll musizierten Divertimento von Mozart und dann das Blechbläserquintett, das vortrefflich mit einer „Franzé“ auf den wichtigen Ursprung in der Volksmusik verwies und viel Musizierfreude unter Beweis stellte.