Unternehmer Hengstberger: „Mein Hobby ist meine Arbeit“. Herbert Hengstberger wurde 60, sein erfolgreiches Holztransportunternehmen 35 Jahre. Viele treue Mitarbeiter geehrt.

Von René Denk. Erstellt am 05. Juni 2019 (03:00)

Gleich mehrere Gründe zu Feiern gab es bei der Firma Hengstberger. Neben dem 60. Geburtstag von Herbert Hengstberger und 35 Jahre Transportbetrieb wurden zahlreiche Mitarbeiter für ihre langjährige Treue zum Unternehmen im Gasthaus Schrammel in Frankenreith ausgezeichnet.

„Ich habe keine Hobbies. Mein Hobby ist meine Arbeit“, meinte Herbert Hengstberger, der einen Überblick über die letzten 35 Jahre gab. Von seinen Anfängen hat der Unternehmer auch seine Zähheit: Er berichtete von 100 Stunden Arbeit pro Woche und dem Schlafen im „Auto“ bei seinen Fuhren.

Vor 22 Jahren hätte er die Welt größer gesehen und das vier Hektar große Areal in Großweißenbach erschlossen, das direkt an der B 36 liegt und letztendlich ausschlaggebend für die Expansion und den Erfolg der Firma war, der ihr heute einen Jahresumsatz von zwölf Millionen Euro beschert.

Der Chef von rund 70 Mitarbeitern betonte aber auch schwierige Zeiten, die er durchmachen musste: „2001 war ich Pleite“, zeigte sich Hengstberger dankbar, dass damals zusammengehalten wurde. „Heute haben wir keine Schulden und wir können die Löhne ohne Probleme bezahlen. Wir haben gute Fahrer, gute Mechaniker und ein gutes Büro. Darauf können wir alle stolz sein“, betonte Hengstberger, der auf das Miteinander Arbeiten Wert lege.

Mit 55 Lastwägen 150 Fuhren pro Tag

Das Unternehmen konzentriert sich seit 2002 ausschließlich auf Rund- und Schnittholztransporte und erledigt mit 55 Lastwägen 150 Fuhren pro Tag. Die Firmengruppe zählt zu den bedeutendsten Holztransportern in Europa. Bürgermeister Johann Hofbauer betonte, dass er mit Herbert Hengstberger die Schulbank gedrückt habe, erörterte die Geschichte des Unternehmens vor seiner Übernahme im Jahr 1984, und wartete auch mit einigen Anekdoten auf: „Herbert blieb viele Stunden unentschuldigt der Schule fern. Sein Glück war, dass seine Mama nie in die Schule gegangen ist, weil sie die Lehrkraft nicht mochte.“ Hengstberger leistet auch schon mit 17 den Präsenzdienst ab, um die Firma zu übernehmen. Besonders betonte Hofbauer Hengstbergers Handschlagsqualität in den letzten 30 Jahren.

Wirtschaftskammer-Obfrau Anne Blauensteiner nahm die Auszeichnungen vor. In ihren Gratulationsworten betonte sie vor allem, dass im Unternehmen Väter und deren Söhne arbeiten: „Sie fühlen sich da scheinbar so wohl, dass sie auch in der Familie den Arbeitsplatz weiterempfehlen!“ Zum Abschluss wurde noch ein Geburtstagsvideo, das die Familie ausarbeiten ließ, präsentiert. Die Mitarbeiter gratulierten Hengstberger mit einem Stehtisch - ein Bierfass mit Glasplatte.

 

Die Geehrten

Für ihre langjährige Treue zur Firma Hengstberger wurden folgende Mitarbeiter ausgezeichnet:
35 Jahre: Ewald Bruckner und Christa Hengstberger.
Über 30 Jahre: Ernst Busch, Werner Gruber, Georg Mayerhofer und Johannes Zinner.
25 Jahre: Manfred Kropik, und Christian Reiter.
Über 20 Jahre: Martina Gretz, Christian Josef, Gerhard Josef, Günter Loimayer, Anita Mayerhofer, Alfred und Anita Simon.
Über 15 Jahre: Ludwig Kronstorfer, Engelbert Lagler, Jana Reiter, Werner Schiller, Anton Täubler und Gerhard Winkler.
Über 10 Jahre: Anton Bayreder, Karl Böhm, Christian Fiala, Franz Geisberger, Tamara Geisberger, Jürgen Maierhofer, Christian Theiß, Markus Tüchler, und Thomas Waldbauer.
Über 5 Jahre: Christian Braith, Thomas Brandstätter, Veronika Brezinova, Andreas Fidi, Erik Gangl, Ewald Hopfgartner, Josef Kramer, Erich Wanko, Mathias Zinner und Thomas Zinner.