20 Jahre lang abseits des Mainstreams. Der Filmclub Zwettl kann in diesem Jahr auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblicken, und auch im neuen Jahr stehen wieder spannende Filme am Programm.

Von Angelika Koll. Erstellt am 20. Februar 2020 (14:26)
Ulrike Haydn-Raab, Bruno Gorski und Herta Freund-Klopf (vorne von links), sowie Manfred Haydn und Fritz Haslinger (hinten) vom Vorstand des Filmclubs können auf 20 Jahre Filmclub zurückblicken.
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Der Anfang des Filmclubs war im Jahr 2000. Man wollte Filme zeigen, die im Stadtkino sonst nicht auf die Leinwand kommen, wie Obfrau Herta Freund-Klopf erklärt. Dank der Landes- und Gemeindeförderung, die der Verein erhält, müsse man nicht gewinnorientiert arbeiten, weshalb man die Möglichkeit hat Filme zu zeigen, die möglicherweise weniger Publikum ansprechen. „Wir zeigen Programmkino oder qualitativ hochwertige Filme“, meint Freund-Klopf. Darunter können Spielfilme sein, aber auch Dokumentationen, die meist zweiwöchentlich an einem Mittwoch im Stadtkino gezeigt werden. Insgesamt hat der Filmclub bisher etwa 300 Filme auf die Leinwand gebracht.

„Wir zeigen Programmkino oder qualitativ hochwertige Filme“

Der Filmclub hat seine Filme nicht immer im Stadtkino gezeigt. Nachdem der vorige Betreiber den Vertrag nicht verlängert hatte, bespielte man eine Zeit lang das Stadtkino Allentsteig, oder den Hammerlingssaal. „Seit Julia Gaugusch-Prinz das Kino betreibt sind wir wieder dort. Mit ihr haben wir eine sehr gute Zusammenarbeit“, erwähnt Freund-Klopf.

Was persönliche Höhepunkte in den letzten Jahren waren? „Auf jeden Fall die Veranstaltungen mit den Filmschaffenden und die Sommerkinos, wo wir im Sommer in verschiedenen Orten unser Equipment aufbauen“, sagt Freund-Klopf. In diesem Jahr freut sie sich besonders auf die Jubiläumsfeier am 11. März, bei der es in Kooperation mit dem Verein Kultur:Impuls:Zwettl anschließend an den Film noch ein Konzert gibt. Außerdem freut sie sich auf den Film „But Beautiful“. „Da haben uns viele gefragt, ob wir den spielen“, meint sie.

„Jeder bringt einen Film ein, den er gesehen hat, und dann stimmen wir ab“

Insgesamt sind im Filmclub sieben Personen engagiert, die sich um die Filmauswahl kümmern. Freund-Klopf erklärt: „Jeder bringt einen Film ein, den er gesehen hat, und dann stimmen wir ab.“ Hat man einen Film verpasst, gibt es übrigens die Möglichkeit das nachzuholen, denn der Filmclub schenkt seine DVDs im Nachhinein der Stadtbücherei, wo sie ausgeborgt werden können.