Auf hohem Niveau. Musikverein Pölla überzeugte auf der Ruine Dobra mit einem anspruchsvollen Programm und schwierigen Stücken.

Erstellt am 30. Mai 2015 (07:30)
NOEN, privat
Die Dirigentin Elisabeth Bichl, der Obmann der BAG Zwettl, Johann Kainz, Obmann Florian Mayerhofer, Jungmusikerin Martina Trauner und Dirigent Michael Fraberger bei der Übergabe des Jungmusikerleistungsabzeichens.

Der Musikverein Pölla lud am 23. Mai zu seinem traditionellen Pfingstkonzert auf die Ruine Dobra ein. Zahlreiche Besucher waren der Einladung gefolgt und füllten den Veranstaltungsaal bis auf den letzten Platz.

Die Moderation erfolgte in gewohnt informativer Weise von Birgit Altphart. Mit der „Big Sky“-Ouvertüre von Philip Sparke wurde der musikalische Abend eingeleitet. Obmann Florian Mayerhofer begrüßte die Ehrengäste.

Aus vereinstechnischen Gründen gab es diesmal zwei Dirigenten, Elisabeth Bichl und Michael Fraberger, die das Ensemble durch den musikalischen Abend führten. Mit einem Stück des beliebten österreichischen Komponisten Johann Strauß, der ironische Polka „Geißelhiebe“ fand das Programm seiner Fortsetzung.

John Williams und Johann Sebastian Bach

Danach folgte „Bist du bei mir (geh ich mit Freuden zum Sterben)“ von Johann Sebastian Bach. Eine weitere erfolgreiche Komposition, Jurassic Park, vom bekannten Komponisten John Williams, bekannt auch durch Filme wie „Der weiße Hai“, „Indiana Jones“ und „Schindlers Liste“, brachte der MV Pölla in hervorragender, musikalischer Ausführung dar.

Die „Bass Polka“, ein Stück des Komponisten Adolf Vancura, setzte die beiden Tubaspieler Martin Lechner und Franz Kletzl in den Vordergrund. Sie erheiterten die Konzertgäste mit einer ganz besonders lockeren Spielart. Das letzte Stück des ersten Teiles war dem erst kürzlich verstorbenen Udo Jürgens gewidmet. Nach der Pause folgte mit der Komposition „Birdland“ von Joe Zawinul ein sehr schwieriges und anspruchsvolles Fusion-Jazz Musikstück.

Nach der Ehrung der Jungmusikerin Martina Trauner, sie erhielt das Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber und der Erwähnung der bereits erfolgten Ehrung von Sandra Schmutzer, sie erhielt das Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold wurde das musikalische Programm mit der bekannten Melodie „Forrest Gump Suite - Winter-Dream“ von Alan Silvestri, fortgesetzt.

Nachwuchsarbeit als wichtiger Bestandteil

Als weiteren Höhepunkt des Abends begleitete die Posaunistin Evelin Hofbauer die bekannten Ballademelodie „Gabriellas Song“, von Stefan Nilsson. Den Abschluss des musikalisch sehr anspruchsvollen Konzertprogramms bildete der Florentiner Marsch, einer der wohl bekanntesten und schönsten Märsche von J. Fucik.

Das Pfingstkonzert des MV Pölla mit seinem musikalisch hochwertigen, unterhaltsamen und einfühlsamen Programm unterstrich das hohe Niveau der Blasmusikkapelle Pölla. Der Musikverein Pölla, gegründet im Jahr 1984, erfüllt einen wichtigen kulturellen und gesellschaftlichen Auftrag in der Gemeinde. Der Verein ist stets bemüht, in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Großer Wert wird auf die Nachwuchsarbeit gelegt.