FF Göpfritz ist empört über angesägten Maibaum. Unbekannte scheiterten beim Umschneiden des Maibaums, dieser stürzte jedoch um 8.30 Uhr auf die Landesstraße. Zum Glück wurde niemand dabei verletzt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Mai 2019 (03:26)
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Der Maibaum fiel quer über die Landesstraße in Nähe der Bundesstraße.

So wie das „Maibaum-Aufstellen“ gehört auch das „Maibaum-Umschneiden“ zur Tradition. In Göpfritz ging dieser Brauch heuer nur mit sehr viel Glück gut aus.

Die Feuerwehr Göpfritz/Wild stellte am Abend des 30. April ihren Maibaum beim Feuerwehrhaus auf. Gegen 4.30 Uhr dürften sich drei Männer mit einer Motorsäge „bewaffnet“ den Maibaum zum Umschneiden auserkoren haben.

Professionell gingen diese aber nicht vor. Sie schnitten den Maibaum in einer Höhe von rund einem Meter mit der Motorsäge ein. Dabei brach das Schwert der Motorsäge und blieb in der Schnittstelle stecken. Die Täter ließen von ihrem Vorhaben ab und flüchteten.

Der eingeschnittene Maibaum hielt dem starken Wind nicht lange stand und knickte um 8.30 Uhr um. Der Baum landete auf der Landesstraße im Bereich der Kreuzung mit der Bundesstraße 2. Ein Abbiegen zur Raiffeisenbank war dadurch nicht möglich. Zum Glück wurde niemand verletzt, ein EVN-Verteilerkasten wurde aber beschädigt.

Die Feuerwehr zeigte diese gefährliche Aktion bei der Polizei an, die Ermittlungen aufnahm. Die Täter sind aber noch nicht ausgeforscht.

Die FF Göpfritz hat aber schon wieder einen Maibaum. „Während der umgeknickte Baum von der Kreuzung weggebracht worden ist, haben andere Kameraden einen zweiten Maibaum geholt, der dann mit 40 Personen sofort wieder aufgestellt wurde“, berichtet Kommandant Christian Hübl.

„Wir sind wirklich dankbar, dass nicht mehr passiert ist. Verstehen können wir alle nicht, dass die Unbekannten, die den Maibaum fällen wollten, einfach das Weite gesucht und nicht Hilfe geholt haben. Das war eine wirklich gefährliche Aktion“, meint Hübl, der auf den Ausgang der Ermittlungen der Polizei gespannt wartet.