Schwarzenau: Einer der beliebtesten Wohnorte. Nachfrage an Baugründen ist in Schwarzenau derzeit groß. Bürgermeister sieht Vereinsleben und gute Lage als Gründe.

Von Angelika Koll. Erstellt am 12. September 2020 (05:52)
Martin Bauer, Bürgermeister Karl Elsigan, Rainer Palkovich, Wirtin Gabriele Hahnl, Horst Rosenbusch, Erwin Schwingenschlögl und Sohn Werner Hahnl verabschiedeten sich vom Desperados.
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Schwarzenau gehört zu den beliebtesten Wohnorten Niederösterreichs, das brachte eine Umfrage und Immobilienanfrage-Analyse des Immobilienportals findmyhome.at hervor. Schwarzenau landete landesweit auf Platz neun.

Zentral im Waldviertel

„Es ist sehr überraschend, dass wir da unter den beliebtesten sind“, meint Bürgermeister Karl Elsigan. Er sieht mehrere Vorzüge der Gemeinde, die zu dem Umfrageergebnis beigetragen haben könnten. „Ich glaube, die Lage spielt eine große Rolle“, sagt er. Immerhin liegt Schwarzenau die Waldviertler Bezirksstädte betreffend sehr zentral und habe eine tolle Verkehrsanbindung, wie die Lage an der Franz-Josefs-Bahn.

Gemeinde weist viele Vereine auf

Elsigan weist auch auf das sehr aktive Vereinsleben hin, das von Sportvereinen über aktive Feuerwehren bis zum Theater- und Musikverein geht. Zudem habe man eine sensationelle Landjugend. „Wir haben auch sehr bemühte Leute im Kindergarten und der Volksschule“, erwähnt der Bürgermeister und auch ansonsten seien die Bildungseinrichtungen sehr gut ausgestattet.

Elsigan sieht in der Bewertung in gewisser Weise auch eine Bestätigung der Gemeindearbeit in den letzten Jahrzehnten und auch Initiativen wie „Europa in Schwarzenau“ würden eine gewisse öffentliche Wirkung bringen. Schwarzenau dürfte auch in den kommenden Jahren weiter wachsen. „Momentan gibt es eine Riesen-Nachfrage nach Baugrundstücken“, sagt Elsigan. In diesem Jahr hat man erst einige Baugründe in Schwarzenau neu erschlossen, wie sieben Bauplätze in Richtung Zwettl, die trassiert wurden, und im nächsten Jahr ist geplant in Großhaselbach einige Grundstücke neu aufzuschließen.

Bäckerwechsel

Auch ansonsten tut sich viel in der Gemeinde, etwa das geplante neue Gemeindezentrum (die NÖN berichtete). Einen neuen Bäcker wird es ebenfalls bald geben. Ende Oktober schließt Markus Hochleitner sein Geschäft. Ab 2. November wird Walter Nitsch, der Betreiber des Nah und Frisch Marktes in Windigsteig, neu eröffnen, wofür er derzeit noch eine Arbeitskraft sucht. Der Spar beim Lagerhaus soll ebenfalls um diese Zeit öffnen. Im neuen Gemeindezentrum soll es auch wieder einen neuen Nahversorger geben, nachdem das bisherige Geschäft geschlossen hat.

Desperados schloss nach 30 Jahren

Für ein neues Gasthaus im Gemeindezentrum gibt es laut Elsigan ebenfalls bereits Gespräche mit Interessenten. Ende August lud Gabriele Hahnl zum letzten Mal Gäste ins Desperados, nach etwa 30-jährigem Betrieb des Gasthauses. Nun steht der Abriss des Gebäudes bevor, der noch in der Verantwortung der Familie Hahnl liegt, bevor die Gemeinde das Grundstück übernimmt. Man dürfte damit im Oktober beginnen.

Die Umfrage zu Wohnvorlieben wurde von findmyhome.at erstellt. 160 Personen nahmen im Erhebungszeitraum Mai teil.