Suche in Handtasche führte zu Autocrash. Unfall mit Verletzten im Bezirk Zwettl war die Folge einer unkonzentrierten Lenkerin: Sie wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 09. Juni 2021 (04:49)
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„Ja, ich war abgelenkt“, gestand die 30-jährige Waldviertlerin aus der Gemeinde Zwettl vor Gericht, und sie gab zu, einen Unfall am 26. Juli vergangenen Jahres verschuldet zu haben. Sie sei von Jagenbach in Richtung Zwettl unterwegs gewesen und dann in einer leichten Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn gekommen und mit einem Wagen kollidiert.

„Wie kam es dazu?“, wollte die Richterin wissen, und die Unglückslenkerin bekannte sichtlich beschämt: „Meine Tasche befand sich auf dem Beifahrersitz und ich kramte darin. Dadurch bin ich von meiner Fahrbahn abgekommen. Was ich gesucht habe, weiß ich heute nicht mehr. Aber es waren nur zwei Sekunden, als ich wieder zurückschaute, war es schon zu spät. Ich bremste zwar noch, aber da hat es schon gekracht.“ Das bestätigte auch das Unfallopfer, ein 61-jähriger Handwerker aus dem Bezirk Zwettl: „Die Kollision ließ sich nicht vermeiden.“ Sowohl Unglückslenkerin als auch der unschuldig zum Handkuss gekommene Waldviertler erlitten bei dem Crash schwere Verletzungen, und beide Fahrzeuge waren Totalschäden. „Es tut mir sehr leid“, entschuldigte sich die Beschuldigte beim Opfer und akzeptierte dessen Schmerzensgeldforderung von 3.600 Euro.

Es waren nur zwei Sekunden, als ich wieder zurückschaute, war es schon zu spät. Ich bremste zwar noch, aber da hat es schon gekracht. Die Angeklagte

Die bislang unbescholtene Waldviertlerin wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu fünf Monaten auf Bewährung und 1.050 Euro Geldstrafe (die Hälfte bedingt) verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.