FF-Haus in Kirchschlag steht in den Startlöchern. Insgesamt 1,2 Millionen Euro soll der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Kirchschlag kosten. Zudem will die Gemeinde die Bürger-Kommunikations-App ZuZu ankaufen.

Von Angelika Koll. Erstellt am 01. Januar 2021 (03:22)
Bürgermeisterin Christina Martin berichtet von den anstehenden Projekten.
Archiv

Der Start zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses steht in Kirchschlag an. Die Finanzierung ist bereits im Voranschlag der Gemeinde budgetiert, der bei der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen wurde.

So bald wie möglich möchte man im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen, wie Bürgermeisterin Christina Martin berichtet. Die Fertigstellung soll bis 2023 erfolgen. Insgesamt werden sich die Kosten für den Neubau auf rund 1,2 Millionen Euro belaufen, wobei es eine Drittelfinanzierung von Gemeinde, Land und Feuerwehr geben wird. Im Budget für das kommende Jahr sind zudem 230.000 Euro für den Neubau der Kläranlage Merkengerst, sowie 340.000 Euro für die Erweiterung beziehungsweise Sanierung der Wasserleitung Kirschschlag und den Neubau eines Hochbehälters und der Wasserversorgungsanlage Merkengerst veranschlagt.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung wurde zudem ein Dringlichkeitsantrag von SPÖ und ÖVP bezüglich „Weitere Schritte zur langfristigen Sicherstellung der Gemeindefinanzen“ eingebracht, der daraufhin in die Tagesordnung aufgenommen wurde. Es wurde dazu schließlich ein Resolutionsantrag beschlossen.

Der Gemeinderat entschied in der Sitzung zudem über den Ankauf der Bürger-Kommunikations-App ZuZu, die bereits seit Oktober getestet wurde. „Die Bürger können darüber Verbesserungsvorschläge schicken, etwa falls etwas kaputt ist, wie Taferl auf einem Wanderweg“, erklärt Bürgermeisterin Martin. Die App ist zudem mit der Homepage der Gemeinde verbunden, sodass darin auch wichtige Termine oder Veranstaltungen angezeigt werden.

Neuer Parkplatz erhält E-Ladestation

Für den Friedhof wurde zudem beschlossen, um 4.500 Euro eine Toilettenkabine von „ÖKlo“ anzukaufen. „Die WC-Kabine aus Holz braucht kein Wasser oder Strom“, betont Martin. Demnach kann das „ÖKlo“ auch in der kalten Jahreszeit benützt werden. Ein WC für den Friedhof sei bereits lange ein Thema, da aber auch Ressourcen sparen wichtig ist, sei diese Variante für den Friedhof am besten. Der Gemeinderat stimmte zudem als Weihnachtsaktion der Teilnahme an der Aktion „WeltWasserCent“ zu. So wird pro verbrauchtem Kubikmeter der Gemeindewasserleitung ein Cent an die Organisation gespendet als Solidaribeitrag für Menschen die keinen sicheren Zuganz zu Trinkwasser haben.

Ein weiterer Punkt der Sitzung war der Ankauf einer E-Ladestation, die auf dem neuen Parkplatz gegenüber vom Gasthaus Adam aufgestellt werden soll. Zwei Autos, sowie ein E-Bike sollen dort aufgeladen werden können. Es wurde außerdem über die Vergabe des Lichtservice für die öffentliche Beleuchtung abgestimmt. Auf den Antrag der Bürgermeisterin hin, diese Aufgabe an die EVN zu vergeben, brachte die FPÖ den Vorschlag ein, weitere Angebote einzuholen, um nicht immer einen Großkonzern zu unterstützen. „In diesem Fall würde aber der ortsansässige Elektriker die Aufträge für die Ortsbeleuchtung verlieren. Das ist nicht mein Ziel“, konterte Martin. Der Beschluss fiel schließlich einstimmig, das Lichtservice an die EVN zu vergeben, sofern nicht ein anderes Unternehmen günstiger ist.